Theodor Rothschild (1876 - 1944)

Theodor Rothschild wurde am 04.01.1876 in Münsingen (Württemberg) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Esslingen, Buttenhausen, Stuttgart, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Rothschild Anna geb. Stern.

Er war in 2. Ehe verheiratet mit Rothschild Jette geb. Stern, die Ehe wurde am März 1927 geschlossen.

Er war in 3. Ehe verheiratet mit Rothschild Wilhelmine geb. Herzfeld, die Ehe wurde am Jan. 1938 geschlossen.

Sein Kind war Hamburger Berta geb. Rothschild (20.06.1904).

Er starb am 10.07.1944 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Theodor Rothschild, Sohn eines Schochets, absolvierte 1892 in Esslingen das Lehrerseminar, trat 1894 zunächst eine Lehrerstelle bei der Jüdischen Gemeinde Talheim an und wurde 1896 Hilfslehrer im israelitischen Waisenhaus Wilhelmspflege in Esslingen [1066]. 1900 wurde er Hauptlehrer und bald darauf Vorsteher der Einrichtung, nachdem der langjährige Leiter Leopold Stern 1899 überraschend verstorben war [1066]. Er war Publizist und Reformpädagoge [1066]. Theodor Rothschild war dreimal verheiratet. Seine erste Ehefrau war Anna Stern, eine Tochter des Pädagogen Leopold Stern, der bis zu seinem Tod das israelitische Waisenhaus geleitet hatte [1052][1066]. Nachdem Anna Rothschild 1925 gestorben war, heiratete er im März 1927 seine Schwägerin, die verwitwete Jette Kahn geb. Stern. Diese starb im Januar 1931. Sie wurde in Ulm beigesetzt [1066]. Die dritte Eheschließung erfolgte im Januar 1938 mit Wilhelmine Herzfeld, die 1929 eine Stelle als Hauswirtschafterin in der Wilhelmspflege angetreten hatte [1052][1066]. Aus der ersten Ehe stammten die Töchter Fanny und Berta [1066]. Theodor Rothschild zog im März 1940 nach Stuttgart. Dort leitete er die Jüdische Schule[1066]. Ebenso wie seine Frau und 1200 weitere Juden wurde er im August 1942 ins Theresienstadt deportiert, wo er 1944 an Unterernährung und Lungenentzündung starb ([[1002][1003][1027][1064][1066]. Seine Frau konnte im Februar 1945 mit einem Transport kranker Kinder in die Schweiz ausreisen. Sie wanderte später in die USA aus [1066].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.