Arnold Hamburger (1882)

Arnold Hamburger wurde am 1882 in Hammelburg geboren und lebte in Hammelburg, Berlin, Heusweiler.

Seine Eltern waren Hamburger Meier (19.10.1855–21.08.1921).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Hamburger Berta geb. Strauss.

Sein Kind war Hamburger Ilse Babette (19.03.1912).

Weitere Angaben aus den Quellen: 1911 war Arnold Hamburger das Bürgerrecht verliehen worden. Ab 1.1.1913 führte er mit seinem Vater Meier Hamburger gemeinschaftlich das Viehhandelsgeschäft. 1919 wurde er zusammen mit Max Hamburger zum Aufkauf von Schlachtvieh für die bayer. Fleischversorgungsstelle zugelassen. Nach dem Tod des Vaters (Erbauer des Hauses Hammelburg, Kirchgasse 1, Buttenmarkt) am 21.8.1921 betrieb Arnold das Viehkommissionsgeschäft selbstständig weiter. 1936 entzogen ihm die Nazis die Konzession zum Viehhandel und trieben ihn und seine Familie in die Auswanderung.[1066] 1937 hielt sich Arnold vorübergehend in Berlin auf, in der Nürnberger Str. 35/36. Am 7. März 1938 zog er ganz nach Berlin mit seiner Frau Berta, geb. Strauss. Am 8.12.1938 zog er in die Spichernstraße (Berlin) um. Am 14.7.1939 erfolgte die Auswanderung nach Chigago 15, 5482 South Greenwood Avenue, Illinois (USA). Am 7.8.1940 wurde Arnold Hamburger die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.[1066] Das Haus Hamburger am Buttenmarkt ging mit Scheune am 23.9.1938 in den Besitz von Johann Erhard über, städtischer Angestellter. Dies war keine "freundliche" Hausübernahme. Arnold Hamburger hinterließ weiteren Grundbesitz in Hammelburg.[1066].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.