Ludwig Löwenthal wurde am 10.02.1894 in Hösbach geboren und lebte in Hösbach, Aschaffenburg, London, Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich.
Seine Eltern waren Löwenthal Abraham (13.12.1865–18.12.1939) und Löwenthal Mina geb. Eichberg (23.03.1866–18.05.1923).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Löwenthal Reni geb. Schuster, die Ehe wurde am 19.02.1922 in Sterbfritz geschlossen.
Seine Kinder waren Löwenthal Ingeborg Margot (13.11.1923) und Löwenthal Gerd (21.06.1928).
Weitere Angaben aus den Quellen: Ludwig Löwenthal entstammte der Ehe des Vieh- und Pferdehändlers Abraham Löwenthal mit Mina, geborene Eichberg. [1052] [1100] Wie sein Vater war auch er Vieh- und Pferdehändler. 1914 wurde Ludwig als deutscher Soldat im ersten Weltkrieg eingezogen, seine jüngeren Brüder Emil und Hugo in den nachfolgenden Jahren ebenfalls. Ludwig Löwenthal nahm als Jäger in der 4. Kompanie des 2. Jägerbataillons vom 24. Januar 2015 bis zum 24. Oktober 1915 am 1. Weltkrieg teil. Am 1. März 1919 zog er von Hösbach nach Aschaffenburg. [1052] Am 19. Februar 1922 heiratete er in Sterbfritz die von dort stammende Reni Schuster. Im November 1923 wurden Tochter Ingeborg Margot und im Juni 1928 Sohn Gerd geboren. [1052][1055] Am 15. März 1934 zog seine verwitwete Schwiegermutter Mathilde Schuster aus Sterbfritz zu ihnen in die Platanenalle 5 und blieb dort bis Juli 1940. [1052] Am 11. Mai 1935 wurde ihm vom Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. [1046] Am Morgen des 10. November 1938 feuerten fünf SS-Leute mehrere Schüsse auf Ludwig Löwenthal in seinem Haus in der Platanenallee 5 ab. Er überlebte schwer verletzt und wurde im Aschaffenburger Krankenhaus operiert. [Körner: 10. November 1938] Im Februar 1939 verließ Ingeborg im Alter von 15 Jahren - wahrscheinlich mit einem sogenannten Kindertransport - Deutschland nach London, England. [1052] Im Juni 1939 folgte ihr Gerd im Alter von ca. 11 Jahren nach London, vermutlich auf die gleiche Weise. [1052] Am 6. August 1939 wanderte Ludwig Löwenthal laut Einwohnermeldekartei (laut Kartei der Jüdischen Gemeinde am 17. August 1919) nach London aus. Offensichtlich gab es dabei Schwierigkeiten, da ihm und seiner Frau zunächst die Pässe verweigert wurden [1052]. Am 13. Juli 1940 gelang es seiner Frau Reni, nach New York, USA, auszuwandern. [1055].