Sali Birn (1890 - 1942)

Sali Birn wurde am 21.07.1890 in Estenfeld geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Estenfeld, Aschaffenburg, Schweinfurt, Cham, Regensburg, Ghetto Piaski, Ghetto Theresienstadt, Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich, München. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Birn Lena geb. Lichtenstetter (?30.01.1862–?29.08.1925) und Birn Sigmund (07.03.1861–1931).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Birn Betty geb. Blumenthal, die Ehe wurde am 04.01.1921 in Schweinfurt geschlossen.

Er starb am ?1942 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Bankkaufmann; Buchhalter. Sali Birn wuchs in der Kaufmannsfamilie Siegmund und Helene Birn [1016] in der unterfränkischen Gemeinde Estenfeld, Kreis Würzburg, auf. I. Weltkrieg: Kriegsteilnehmer als Unteroffizier, verwundet, kriegsbeschädigt; Auszeichnungen Verdienstkreuz, Eisernes Kreuz II. [1046] Nach einem beruflichen Aufenthalt in Aschaffenburg - als Bankbeamter in der Filiale der Bayerischen Finanz- und Wechselbank - lebte er ab 1920 lange Zeit in der Stadt Schweinfurt, ab 1921 verheiratet mit Betty geb. Blumenthal; 1926 wurde ihr Sohn Martin geboren. Der ab 1934 verwitwete Sali Birn lebte und arbeitete ab Ende 1937 in der Stadt Cham, Oberpfalz. NS-Regime: Im Novemberpogrom 1938 wurde er festgenommen und zwei Wochen im KZ Dachau inhaftiert. Im September 1940 verließ er als einer der letzten jüd. Einwohner die Stadt Cham [1023] und zog nach Regensburg. Von dort wurde er am 4.April 1942 über München ins Ghetto Piaski deportiert, [1003][1064] wo sich seine Lebensspuren verlieren. [1005] Drei Wochen später wurde sein jüngerer Bruder Siegfried Birn von Konstanz ins Ghetto Izbica deportiert.[1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.