Moritz Regenstein (1898 - 1945)

Moritz Regenstein wurde am 22.01.1898 in Leeheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Riedstadt, Goldbach, KZ Auschwitz, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Regenstein Rosa geb. Oppenheimer, die Ehe wurde am 18.02.1926 in Goldbach geschlossen.

Sein Kind war Regenstein Ilse (04.07.1929).

Er starb am 44/ 1945 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Trauzeuge waren der Handelsmann Josef Regenstein, 59 Jahre alt, aus Leeheim und der Handelsmann Josef Oppenheimer aus Goldbach. [1093] Festgenommen 12.(?)11.1938, "nicht lagerfähig", entlassen 18.11.1938. Am 28. März 1942 versuchte das Arbeitsamt Aschaffenburg, der vorgesehenen `Evakuierung` von 46 nicht näher genannten jüdischen Personen, die bei örtlichen Zulieferern der Rüstungsindustrie arbeiteten, `wegen des völlig unmöglichen Ersatzes` zu widersprechen. Kurz darauf, am 1. April, hielt die Gestapo Würzburg in einem Vermerk fest, dass das Arbeitsamt außer sechs namentlich genannten Juden - darunter Moritz Regenstein, der in der Faßholzfabrik Goldbach arbeitete - alle anderen zur `Evakuierung` freigibt. 14 Tage später, am 14. April 1942 schließlich der Gestapovermerk, dass das Arbeitsamt alle Juden in seinem Dienstbereich für eine `Evakuierung` freigibt. [1090] Am 10. September 1942 wurde Moritz Regenstein von Würzburg aus nach Theresienstadt deportiert. Dort hielt er über zwei Jahre durch, obwohl die Nahrung zu knapp und das Leben unerträglich schwer war. Vielleicht hätte er in Theresienstadt die Shoa überleben können. Doch am 12. Oktober 1944 - ein Vierteljahr vor der Befreiung und ein halbes Jahr vor Kriegsende - wurde er in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort vermutlich kurz nach der Ankunft ermordet. [1003][1060].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.