Tilly Ramsfelder (1898 - 1942)

Tilly Ramsfelder wurde am 21.03.1898 in Obbach (Euerbach) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Schweinfurt, Aschaffenburg, Hennef, Krasniczyn, Raum Lublin, Nürnberg, Stettin, Berlin, Worms, Würzburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Ramsfelder Hannchen geb. Forchheimer (24.06.1871–10.10.1935) und Ramsfelder Jakob (06.12.1869–29.04.1926).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Tilly Ramsfelder war die Tochter des Pferdehändlers Jakob Ramsfelder und seiner Frau Hannchen, geborene Forchheimer. Die Eltern heiraten im Mai 1897 in Schweinfurt. Als Tilly Ramsfelder 15 Jahre alt war, zog die Familie von Obbach nach Schweinfurt. Ihre Geschwister waren zuvor ebenfalls in Obbach zur Welt gekommen: Viktor 1902, Josef 1903, Artur 1905 und Siegbert 1910. Dem Bruder Artur, der seit 1927 wieder in der Niederwerrner Straße 6 wohnte, gelang im April 1939 zusammen mit seinem Bruder Viktor die Flucht nach Palästina. Die restlichen Geschwister verließen Schweinfurt in jungen Jahren. Bruder Josef kam letztlich nach Argentinien. Im April 1926 starb Vater Jakob Ramsfelder in Rotterdam, 1935 schließlich auch Mutter Hannchen. Von da an lebt Tilly mit dem Bruder Artur in Schweinfurt. Einen Antrag auf Auswanderung nach England stellt sie im Jahre 1939. Als Hausangestellte war sie an zahlreichen Orten ansässig, ehe sie im April 1941 endgültig nach Schweinfurt zurückkehrte. Nachdem sie dort ein Jahr lang in einer Sammelunterkunft leben musste, wurde sie am 25. April 1942 nach Krasniczyn deportiert. Sie kam noch im selben Jahr im Raum Lublin ums Leben.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.