Siegfried Marx (1879 - 1943)

Siegfried Marx wurde am 22.07.1879 in Reichenbach im Odenwald geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Reichenbach im Odenwald, Offenbach am Main, Aschaffenburg, Amsterdam, Lager Westerbork, Vernichtungslager Sobibor. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Marx Josef (21.11.1838–06.04.1914) und Marx Therese geb. Weiß (10.09.1854–06.09.1918).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Marx Julia geb. Gudenberg, die Ehe wurde am 29.05.1904 in Augsburg geschlossen.

Seine Kinder waren Marx Hubert (15.06.1905–24.08.1979) und Weidenmann Brunhilde geb. Marx (29.10.1908–November 1938).

Er starb am 05.03.1943 in Vernichtungslager Sobibor.

Weitere Angaben aus den Quellen: Inhaber der Pantoffelfabrik in Aschaffenburg[1052]. Von September 1906 bis 1907 war Emma Klein aus Wellmich Verkäuferin bei ihm [1046]. Von Juni 1907 bis Dezember 1910 war Paula Löb aus Höchst im Odenwald Verkäuferin bei ihm [1046]. Von Oktober 1905 bis März 1906 war Isidor Marx aus Reichenbach im Odenwald Kaufmann bei ihm [1046]. Von April 1906 bis März 1915 war Edgar Marx aus Reichenbach im Odenwald Commis bei ihm [1046]. Im Juli 1925 waren seine vermutlichen Verwandten, die in die USA ausgewanderte Lina Jacoby und ihre 1907 in New York geborene Tochter Elvira bei ihm zu Besuch [1046]. Siegfried Marx und seine Ehefrau Julia reisten am 17.11.1938 mit lediglich für 6 Wochen befristeten Reisepässen von Aschaffenburg nach Amsterdam um dort ihre tödlich verunglückte Tochter Brunhilde zu beerdigen [1052]. Aufgrund des Schicksalschlages erlitt die Mutter einen Nervenzusammenbruch, so dass das deutsche Generalkonsulat in Amsterdam die Dokumente bis Anfang Dezember 1939 verlängerte [1052]. Siegfried Marx meldete sich von Aschaffenburg Ende März 1939 ab mit der Begründung, dass er seine Auswanderung in die USA von Amsterdam aus betreibt [1052]. Der Bürgerrechts-Beschluß ist vom 3.XI.1911, die Aufnahme-Urkunde No. 33461 vom 7.XI.1911.[1001].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.