Leopold Sänger (1871 - 1942)

Leopold Sänger wurde am 08.05.1871 in Obernbreit geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obernbreit, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er starb am 16.12.1942 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Leopold Sänger stammte aus einer eingesessenen Familie in der unterfränkischen Marktgemeinde Obernbreit, Kreis Kitzingen. Die dortige Jüd. Gemeinde entwickelte sich schon im 19.Jahrhundert rückläufig und löste sich schließlich 1911 auf. Die wenigen verbliebenen jüd. Einwohner schlossen sich der Kultugemeinde der benachbarten Kleinstadt Marktbreit an. [1023] Leopold Sänger führte mit seinem Bruder Rudolf ein gutgehendes wikide Textilwarenwarengeschäft in seinem Geburtsort Obernbreit. [1016] NS-Regime: Leopold und Rudolf Sänger wohnten noch 1939 in Obernbreit, gemeinsam mit Elisabeth Gallinger aus Kaiserslautern, [1078], vielleicht ihre Haushälterin. Im April 1941 wurde Leopold bei der Gestapo-Stelle Würzburg angezeigt; acht Tage Haft wegen des unerlaubten Verlassens der Ortschaft und der Beschaffung von Lebensmitteln. Die Brüder Sänger und Frau Gallinger waren unter den vier letzten jüd. Einwohnern von Obernbreit, die 1942 deportiert wurden. Im Juni 1942, nach dem erzwungenen Verkauf ihres Anwesens, kamen Leopold und Rudolf in das "Jüd. Unterkunftsheim" in der Bibrastraße 6 in Würzburg. [1016] Am 10.September 1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert.[1016] Leopold Sänger kam dort Ende 1942, einige Wochen nach seinem jüngeren Bruder, ums Leben. [1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.