Rudolf Sänger (1869 - 1942)

Rudolf Sänger wurde am 01.10.1869 in Obernbreit geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obernbreit, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er starb am 13.11.1942 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Rudolf Sänger stammte aus einer eingesessenen Familie in der unterfränkischen Gemeinde Obernbreit, Kreis Kitzingen. Ein "J. Sänger" führte um 1900 die Kultusgemeinde des Ortes, deren Mitgliederzahl aber schon stark rückläufig war. 1911 löste sie sich auf und schloss sich an die Kultusgemeinde der Nachbarstadt Marktbreit an. Die Familie Sänger blieb in Obernbreit. [1023] Rudolf Sänger führte dort mit dem Bruder Leopold ein gutgehendes Schnittwarengeschäft (Ellenwaren). [1016] NS-Regime: Rudolf und Leopold Sänger wohnten noch 1939 im Elternhaus in Obernbreit, zusammmen mit der später deportierten Elisabeth Gallinger. [1078] Die letzten vier jüd. Einwohner von Obernbreit wurden 1942 in den Raum Lublin oder nach Theresienstadt deportiert. [1023] Rudolf und Leopold Sänger kamen im Juni 1942, nach dem erzwungenen Verlauf ihres Anwesens in Obernbreit, zunächst in das "Jüd. Unterkunftsheim" Bibrastraße 6 ("Judenhaus") nach Würzburg. [1016] Am 10.September 1942 wurden die ledigen Brüder ins Ghetto Theresienstadt deportiert. [1060] Der 73jährige Rudolf Sänger kam dort nach zwei Monaten ums Leben. [1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.