Fanny Straus geb. Gessner (1871 - 1942)

Fanny Straus geb. Gessner wurde am 13.10.1871 in Steinach a. d. Saale geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Steinach a. d. Saale, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Vernichtungslager Treblinka. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Straus Josef.

Sie starb am 1942 in Treblinka.

Weitere Angaben aus den Quellen: Fanny Straus stammte aus einer schon um 1800 in der unterfränkischen Gemeinde Steinach, Kreis Bad Kissingen, ansässigen Familie. Unter den 24 jüd. Matrikelstellen findet sich dort 1817 auch die der Familie "Gerson Gessner (Viehhandel)". Auch ihr Ehemann, der Viehhändler Josef Straus, mit dem sie vermutlich ab den 1890er Jahren in Steinach verheiratet war, stammte aus einer alten Familie des Ortes. [1023] NS-Regime: Die ab 1936 verwitwete Fanny Straus hatte wie die meisten Landjuden ein eigenes Anwesen und Grundbesitz. [1016] Die Verfolgungsaktionen gegen die noch rund 20 jüd. Einwohner (1937) verliefen im Ort noch relativ gemäßigt. Erst zwei Tage nach dem Novemberpogrom 1938 wurden die jüd. Geschäfte und Wohnungen von auswärtigen Nazis verwüstet. [1023] Fanny Straus versuchte vergeblich, zu emigrieren (Ausweichziel Kuba, Mai 1939). Sie wohnte zu dieser Zeit mit ihrem Sohn(?) Justin Straus und dessen Frau Paula geb. Frei im Wohnhaus Nr. 32 in Steinach. [1078] Im Februar 1942 lebten noch sechs jüd. Personen in Steinach. Justin und Paula Straus wurden mit zwei weiteren Personen im April über Würzburg in den Raum Lublin deportiert. Fanny Straus und eine weitere Einwohnerin wurden einige Zeit vor ihrer Deportation nach Theresienstadt nach Würzburg gebracht. Sie war hier ab August 1942 im "Judenhaus" Bibrastraße 6 einquartiert. [1016] Am 10.September wurde sie von hier nach Theresienstadt deportiert, [1060] von wo sie am 29.September 1942 ins Vernichtungslager Treblinka verschleppt wurde. [1027] -Anmerkung: Namensvarianten Fanni, Strauß [1060] geb. Geßner [1023]; falsche Variante geb. Hepner. [1078].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.