Olga Baumann geb. Hanauer wurde am 08.08.1866 in Wiesenfeld (Karlstadt) geboren und lebte in Wiesenfeld, Würzburg, Ghetto Theresienstadt.
Ihre Eltern waren Hanauer Bendert und Hanauer Ricka geb. Schloß (20.06.1918).
Weitere Angaben aus den Quellen: Olga Baumann wuchs in der kinderreichen Familie von Bendert Benedict und Friederika Ricka Hanauer in der unterfränkischen Gemeinde Wiesenfeld, Kreis Main-Spessart, auf. Sie war dort ab etwa 1890 auch verheiratet mit Löb Baumann aus dem Ort. NS-Regime: Nach massiven Ausschreitungen im Novemberpogrom 1938 zählte die einst bedeutende Jüd. Landgemeinde Wiesenfeld 1939 noch 29 Mitglieder. Die wohl schon verwitwete Olga Baumann wohnte noch mit ihren Söhnen (?) Bernhard und Julius Baumann und der Schwiegertochter (?) Selma Baumann im Ort. [1078] Die 25 Anfang 1942 noch in Wiesenfeld verbliebenen Juden wurden im Frühjahr 1942 zum großen Teil in den Raum Lublin deportiert, darunter Bernhard und Julius Baumann. [1023] Olga Baumann kam dann mit einigen älteren Personen in jüd. Heime ("Judenhäuser") nach Würzburg. Sie war hier im ehemaligen Isr. Pfründnerhaus in der Dürerstraße 20 untergebracht. [1016] Am 23.September 1942 wurde sie mit dem zweiten großen Alterstransport aus Unterfranken nach Theresienstadt deportiert; [1061] von dort im Oktober 1944 nach Auschwitz (?). [1016] Die hochbetagte Olga Baumann überlebte anscheinend den Holocaust.