Moses Berney (1875 - 1943)

Moses Berney wurde am 30.04.1875 in Karbach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Karbach, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er starb am 23.02.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Moses Berney stammte aus einer der schon um 1800 in der unterfränkischen Gemeinde Karbach, Kreis Main-Spessart, ansässigen Familien Bernay/Berney. Unter den 23 jüd. Matrikelstellen im Jahr 1820 finden sich dort die Familienvorstände "Salomon Bernay (Nothandel mit Ellenwaren), Joseph Bernay (dito), Seligmann Bernay (dito), Feist Bernay (dito)". [1023] Moses wuchs in der Familie von Liebmann und Sophie Berney auf. [1066] NS-Regime: 1939 wurden in Karbach noch zwölf jüd. Einwohner mit dem Namen Berney registriert, darunter Moses und seine (ebenfalls unverheirateten) jüngeren Schwestern Dina und Karolina Berney. [1078] Die Zahl von 30 jüd. Einwohnern blieb bis zur Auslöschung der Jüd. Gemeinde Karbach im Frühjahr 1942 fast konstant. Sie wurden zum größten Teil im April 1942 über Würzburg in den Raum Lublin deportiert. [1023] Moses Berney war zuletzt im Heim Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg untergebracht. Er wurde am 23.September 1942 von Würzburg nach Theresienstadt deportiert [1061] und kam ort im Februar 1943 ums Leben. [1027] 1933 lebten noch 45 jüdische Personen in Karbach (4,0 % von insgesamt 1.115 Einwohnern). In den folgenden vier Jahren verzogen 20 von ihnen vom Ort oder wanderten aus (1937 25 jüdische Einwohner). Durch den wirtschaftlichen Boykott verarmten die Familien schnell: 1937 war ein Drittel der Gemeindemitglieder unterstützungsbedürftig. Beim Novemberpogrom 1938 drangen SS-Leute aus Marktheidenfeld und anderen Orten zusammen mit HJ-Angehörigen in die jüdischen Häuser ein und demolierten diese. 1939 wurden nochmals 30 jüdische Einwohner gezählt, die überwiegend am Ort geblieben sind (7. Februar 1942: 29 jüdische Einwohner). Mit dem 23. April 1942 kam das Ende der jüdischen Gemeinde. Damals wurden die letzten 27 am Ort lebenden Juden nach Würzburg verbracht und von dort zwei Tage später in das Vernichtungslager Izbica bei Lublin. wurde am 30.04.1875 in Karbach geboren. Er war Kaufmann. Ab 1942(?) war er im Heim Dürerstr. 20 in Würzburg. Am 23.09.1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert. Dort wurde er am 23.02.1943 ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.