Michael Blum (1855 - 1942)

Michael Blum wurde am 18.07.1855 in Mühlfeld, Ortsteil von Mellrichstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Mühlfeld, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Mellrichstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Blum Ida geb. Gutmann.

Er starb am 25.12.1942 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Michael ("Michel") Blum wuchs in der kinderreichen Familie Mayer und Voegele Blum in der unterfränkischen Gemeinde Mühlfeld, Kreis Rhön-Grabfeld, auf. Unter den 17 jüd. Matrikelstellen 1817 findet sich dort schon 1817 "Blümel Blum, Witwe des Jacob Jonas (geb. 1748, Handel mit Schnittwaren, vier Söhne und eine Tochter)". [1023] (Bayerisches Judenedikt von 1813.) Michael Blum war ab etwa 1880 mit Ida geb. Guttmann verheiratet; Vater von fünf (?) Kindern. Die Jüd. Gemeinde Mühlfeld nahm durch Abwanderungen, besonders ins nahe Mellrichstadt, stark ab und löste sich bald nach 1900 auf. 1913 lebte nur noch eine jüd. Familie in Mühlfeld. Auch Michael Blum, zog nach Mellrichstadt und führte dort eine Kurzwarenhandlung, wohl das elterliche Geschäft "Meier Blum & Söhne" (um 1880). [1023] NS-Regime: Michael und Ida Blum lebten, der Volkszählung 1939 zufolge, im Haus Nr. 212 in Mellrichstadt. [1078] In der Stadt war es bereits im September 1938 zu schweren Übergriffen gegen die ortsansässigen Juden gekommen. Von den letzten jüd. Einwohnern 1942 wurden im Frühjahr 24 in den Raum Lublin deportiert und neun im September von Würzburg nach Theresienstadt. Ende Juni 1942 wurde Mellrichstadt in einem Zeitungsartikel als "judenfrei" gemeldet. [1023] Die über 80jährigen Eheleute Michael und Ida Blum waren spätestens zu diesem Zeitpunkt im Altenheim Dürerstraße 20 in Würzburg untergebracht. [1016] Sie wurden am 23.September 1942 mit dem zweiten großen Alterstransport aus Franken nach Theresienstadt deportiert. [1061] Beide kamen kurz hintereiander an der Jahreswende 1942/43 im Lager ums Leben. [1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.