Lazarus Frank wurde am 01.04.1862 in Steinach a. d. Saale geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Steinach a. d. Saale, Bad Kissingen, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Frank Clara geb. Ansbach, die Ehe wurde am Juni 1888 geschlossen.
Er starb am 19.10.1942 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Lazarus Frank stammte aus einer schon um 1800 in der unterfränkischen Gemeinde Steinach a. d. Saale, Kreis Bad Kissingen, ansässigen Familie. Unter den 24 jüd. Matrikelstellen 1817 finden sich dort schon drei Händlerfamilien mit dem bürgerlichen Familiennamen "Frank". [1023] Lazarus wuchs in der Viehhändlerfamilie Jakob und Betty Frank auf. Nach seinem Militärdienst in Bamberg ab 1882 gründete er in Steinach mit seinem Bruder Joseph eine eigene Viehhandlung. Ab 1888 war er hier mit Clara geb. Ansbach verheirate; Vater von sechs Kindern. Später Vorsitzender der Kultusgemeinde Steinach und Mitglied des Gemeinderates. Die Familie Lazarus Frank lebte ab 1905 in Bad Kissingen. Lazarus gehörte auch hier in den 1920er Jahren zum Führungsgremium der für rund 500 Mitglieder zuständigen Isr. Kultusgemeinde Bad Kissingen. [1023] NS-Zeit: Der wohl schon verwitwete Mann lebte, der Volkszählung 1939 zufolge, mit seiner Haushälterin Babette Bauer im Haus Erhardstraße 8 in der Stadt. [1078] Nach schweren Ausschreitungen im Novemberpogrom 1938 hatten viele jüd. Einwohner die Stadt verlassen. Die Anfang 1942 noch verbliebenen Juden (seit 1941 in einem "Judenhaus" ghettoisiert) wurden in der Folgezeit deportiert. Ende Mai wurde die Stadt in einem Zeitungsartikel als "judenfrei" bezeichnet. [1023] Lazarus Frank wurde im Mai 1942 mit den letzten 17 Kissinger Juden nach Würzburg gebracht [1023] und hier im früheren Isr. Pfründnerhaus in der Dürerstraße 20 einquartiert. [1016] Er wurde von hier am 23.September 1942 nach Theresienstadt deportiert; [1061] der 80jährige Mann kam dort nach wenigen Wochen ums Leben. [1027].