Malchen Frank geb. Strauß (1871 - 1945)

Malchen Frank geb. Strauß wurde am 09.09.1871 in Dittlofsroda geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Dittlofsroda, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Willmars, Hammelburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie starb am 30.03.1945 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Malchen (Mali,Amalie) geb. Strauß (Straus?) stammte aus der unterfränkischen Gemeinde Dittlofsroda, Kreis Bad Kissingen. Unter den dort in den Judenmatrikeln von 1817 verzeichneten 17 Altfamilien findet sich "Nathan Straus (Spezerei- und Kurzwarenhandel; mit Frau und drei Kindern)". Malchen war später als zweite Ehefrau des Kaufmanns Abraham Frank in der Gemeinde Willmars, Kreis Rhön-Grabfeld, dann, ab 1926, in der Stadt Hammelburg verheiratet. [1005] NS-Zeit: Abraham und Malchen Frank wurden, wie die anderen jüd. Einwohner von Hammelburg, Opfer des Novemberpogroms 1938. Am Morgen des 10. November 1938 drangen organisierte Nazis in die Wohnung des Ehepaares ein und zerschlugen die gesamte Einrichtung. [1023] Ende Dezember 1938 zogen Abraham und Malchen Frank ins Jüdische Altersheim nach Würzburg. Dort starb Abraham Frank nur wenige Tage später. Die verwitwete Malchen Frank war, der Volkszählung vom Mai 1939 zufolge, im Isralitischen Pfründnerhaus Würzburg in der Dürerstraße 20 und in Hamburg-Blankenese (beim Stiefsohn Siegfried Frank) gemeldet. Die 71jährige Frau wurde am 23. September 1942 von Würzburg nach Theresienstadt deportiert. [1061] Sie kam dort kurz vor der Befreiung des Lagers 1945 ums Leben. [1027] Auch der Stiefsohn Siegfried Frank und seine Frau Betty wurden von Hamburg nach Theresienstadt deportiert und in Auschwitz ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.