Julius Juller Neumann wurde am 01.08.1894 in Bad Kissingen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Bad Kissingen, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Neumann Karl (19.08.1860–18.12.1942) und Neumann Klara geb. Löwenthal (07.05.1864–29.04.1915).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Julius Neumann, sein geläufiger Spitzname war Juller, wurde am 1. August 1894 in Bad Kissingen als Sohn des angesehenen Modehändlers Karl Neumann (1860-1942) und der Klara Löwenthal (1869-1915) geboren. Später übernahm er das Modehaus seines Vaters. Als Jude erlebte er unter dem NS-Regime vielfältige Anfeindungen. Sofort nach deren Machtergreifung wurden ihm kommunistische Umtriebe unterstellt. Im März 1933 wurde er in Schutzhaft genommen. Trotz seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg und seiner offen bekundeten Sympathie für die liberale Deutsche Demokratische Partei (DDP) sah er sich immer dem Vorwurf der Linksradikalität ausgesetzt. Neumann hoffte wohl noch auf die Möglichkeit zur Ausreise nach Amerika. Doch mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde dies unmöglich. Am 1. Februar 1940 mussten die Neumanns ihr Haus Ludwigstraße 9 verlassen und in die Maxstrasse 23a ins Haus der Familie von Hermann Holländer umziehen, der schon im Jahr 1938 an den Misshandlungen in der Gestapo-Haft umgekommen war. Die vor wenigen Jahren noch hoch angesehenen Modehändler wurden nun zu einfachen Arbeiten wie Straßenkehren oder Kanalreinigung gezwungen. Julius Neumann wurde in den damaligen Meldeakten entsprechend auch als Hilfsarbeiter bezeichnet. Julius Neumann wurde am 25.04.1942 nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet.