Julius Ramsfelder (1891 - 1942)

Julius Ramsfelder wurde am 06.06.1891 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, unbekannter Haftort, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Ramsfelder Lehmann (29.05.1864–05.09.1918) und Ramsfelder Philippine geb. Grünbaum (31.12.1865–01.08.1937).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Julius Ramsfelder war das älteste Kind des Metzgers Lehmann Ramsfelder und seiner Frau Philippine Grünbaum, die aus Oberaltertheim stammt. Der Vater verstarb in Obbach im Jahre 1918, die Mutter 1937. Der ledige Julius wohnte im Elternhaus, das später seinem Bruder Arthur gehörte. Vermutlich war er in der Viehhandlung des Vaters und später des Bruders tätig. Er wird auch als Händler für Schnittwaren bezeichnet. Den Geschwistern Otto und Manfred Klein brachte er bei den Besuchen in der Schmiede ihres Vaters regelmäßig Schokolade mit. Ein für die damalige Zeit, ca. 1930/35, eher rarer Genuss. Im Novemberpogrom 1938 wurde Julius festgenommen und wieder entlassen, weil er zu 60 % kriegsbeschädigt war. Jedoch wurde in seiner Wohnung alles zusammengeschlagen. Die Nachbarn Englert und Hartmann haben geholfen, wurde berichtet. Julius Ramsfelder floh am 11. November 1938 zu seinem Onkel Leopold Schloß nach Würzburg, der in der Johannitergasse 5 wohnte. Wie lange er dort blieb, ist nicht bekannt. Im Mai 1939 war er wieder in Obbach wohnhaft. Am 22. April 1942 kam er mit seinem Bruder Arthur, der Schwägerin Emma und der Nichte Edith Ramsfelder nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz’schen Garten wurden ihm 6 Esslöffel und 5 Kaffeelöffel, 6 Gabeln und 6 Messer abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Weitere Quellen/Auskunfteien: Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 9850, 9851, 18876, 18877;.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.