Elia Leibsohn (1889)

Elia Leibsohn wurde am 06.01.1889 in Warschau geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Warschau, Offenbach am Main, Holzminden, Aschaffenburg, Frankfurt am Main, Borghorst, Belgien, Mechelen, Lager Cosel, unbekannt (Holocaust). Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Leibsohn Chaim und Leibsohn Sara geb. Russ.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Leibsohn Helene geb. Geber, die Ehe wurde am März 1908 in Warschau geschlossen.

Seine Kinder waren Leibsohn Moritz (11.05.1911), Levy Auguste geb. Leibsohn (17.11.1909–25.11.1941), Leibsohn Simon (20.02.1913) und Leibsohn Maria (30.06.1918–25.11.1941).

Er verstarb in unbekannt (Holocaust).

Weitere Angaben aus den Quellen: Feintäschner bzw. Portefeuiller [1046]. Geboren und aufgewachsen in Warschau als Sohn des Metzgers Chaim Leibsohn und seiner Ehefrau Sara [1046]. Heiratete 1908 die ebenfalls aus Warschau stammende Helene Geber, das Ehepaar ging vermutlich 1912 mit den noch in Warschau geborenen Kinder Auguste und Moritz in das damalige Zentrum der Lederwarenherstellung nach Offenbach, wo 1913 der Sohn Simon geboren wurde [1046]. Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs und des damit verbundenen Aufenthaltsverbots für feindliche Ausländer (Staatsbürgerschaft Russisch-Polen) wurde Elia Ende November 1914 in das Gefangenenlager Holzminden überführt und inhaftiert, seine Ehefrau und die 3 kleinen Kinder durften an ihrem Wohnort Offenbach am Main bleiben [1046]. Anfang 1916 wurde Elia aus dem Gefangenenlager entlassen, um in Aschaffenburg in der Maschinenpapierfabrik zu arbeiten; im April erhielt er vom Magistrat der Stadt Aschaffenburg eine Unverdächtigkeits-Bescheinigung, die auch als Personalausweis zugelassen war [1046]. Ein Jahr später, Mitte April 1917, durfte Elia Aschaffenburg verlassen und seiner nach Frankfurt am Main verzogenen Ehefrau und Kindern folgen [1046]. Die Familie, 1918 wurde die Tochter Maria geboren, lebte bis zum Beginn der Deportation von Juden aus Deutschland in Frankfurt am Main; bis auf Simon, dem 1939 die Ausreise nach USA gelang, wurden alle Familienmitglieder Opfer des Holocaust [1002][1003][1005].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.