Siegfried Neustädter (1923)

Siegfried Neustädter wurde am 20.03.1923 in Maßbach geboren und lebte in Maßbach, Aschaffenburg, Bad Kissingen, Nürnberg.

Seine Eltern waren Neustädter Gustav (27.09.1892–1942) und Neustädter Paula geb. Bacharach (11.10.1896–1942).

Weitere Angaben aus den Quellen: Siegfried Neustädter wurde als Sohn des Kultusbeamten Gustav Neustädter und seiner Ehefrau Paula in Bad Kissingen geboren und wuchs dort auf [1052]. Seine Lehre als Schuhmacher führte ihn zunächst nach Nürnberg, ehe er im Oktober 1937 nach Aschaffenburg in die Schuhmacherwerkstatt zu Nathan Liebster in die Leinwanderstr. 2a kam, wo er auch wohnte [1052]. Nach etwa einem halben Jahr, Anfang April 1938, ging er zurück in seinen Heimatort Bad Kissingen. Seine Eltern Gustav, seine Mutter Paula und sein drei Jahre jüngerer Bruder Ernst David wurden Ende April 1942 von Bad Kissingen zunächst zur Sammelstelle nach Würzburg gebracht und von dort aus in das Ghetto Krasniczyn deportiert. Sie sind im Holocaust umgekommen, was durch den Sohn Shlomo Noishteter (eventuell Siegfried Neustädter?) und -vermutlich dessen Tochter- Judith Bitton 1957 bzw. 1999 gegenüber Yad Vashem bestätigt wurde.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.