Paula Borenstein wurde am 20.06.1889 in Lukow geboren und lebte in Lukow, Frankfurt am Main, Aschaffenburg.
Ihre Eltern waren Borenstein Chaimoscha und Borenstein Sara Dora.
Weitere Angaben aus den Quellen: Schneiderin, Tochter des Schullehrers Chaimoscha Borenstein und seiner Ehefrau Sara Dora, polnische Staatsbürgerin [1046]. Kam im November 1914 von Frankfurt am Main nach Aschaffenburg, musste aufgrund des 1. Weltkriegs bei Ankunft bestätigen, dass sie eine ihren Vermögensverhältnissen entsprechend hohe Kaution zu stellen hat, nichts Nachteiliges gegen das Deutsche Reich und seine Verbündete unternehmen und ihren Wohnsitz ohne Erlaubnis der Behörden nicht wechseln oder verlassen darf und sich den zu ihrer Überwachung erlassenen Vorschriften (tägliche Meldung, Kontrolle des Briefwechsels) unbedingt fügen muss. Bei geringsten Verstößen gegen die Bedingungen, unter denen sie auf freien Fuß entlassen worden ist, wird sie wieder kriegsgefangen genommen [1046]. Ab 1915 Geschäftsführerin bei J. Spiro, Aschaffenburg, Betgasse 1 [1046]. Durch den Stadtmagistrat Aschaffenburg wurden ihr im Juli 1915 eine sogenannte Unverdächtigkeits-Bescheinigung, im Oktober 1918 ein Personalausweis als Passersatz für den Aufenthalt im Reichsgebiet -jeweils mit Lichtbild und Beschreibung- ausgestellt [1046]. Sie unternahm diverse Tagesreisen nach Frankfurt am Main, die jeweils von den zuständigen Behörden, insbesondere das stellvertretende Generalkommando des II. Armeekorps Würzburg genehmigt wurden; ihre Anfrage im Juli 1918 wegen Lungenschwäche auf ärztlichen Rat für vier Wochen nach Roßbach zu Gastwirt Grünebaum verreisen zu dürfen, blieb unbeantwortet [1046]. Paula Borenstein zog im April 1921 wieder nach Frankfurt am Main [1046]. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.