Max Ludwig Cahn (1889 - 1967)

Max Ludwig Cahn wurde am 23.05.1889 in Mainz geboren und lebte in Mainz, Frankfurt am Main, Aschaffenburg, Hoechst am Main, Freiburg im Breisgau, Berlin, Marburg, Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich, KZ Buchenwald, Kelkheim im Taunus.

Er starb am 14.10.1967 in Frankfurt-Höchst.

Weitere Angaben aus den Quellen: Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg im Breisgau, Berlin und Marburg, Gerichtsreferendar Oktober 1910 bis Oktober 1911 in Aschaffenburg [1046][1066]. Kriegsteilnehmer und Frontkämpfer im 1. Weltkrieg, 1917 2. juristische Staatsexamen, 1919 in Frankfurt am Main Zulassung zum Rechtsanwalt, 1924 Notariat [1066]. 1938 aus Liste der Rechtsanwälte gelöscht, November 1938 Deportation in das KZ Buchenwald, auf Intervention des britischen Generalkonsulats nach wenigen Wochen entlassen [1066]. Einer von wenigen Exanwälten, die als jüdische Konsulenten, unter dem Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs, in bestimmten Umfang die Interessen ausreisewillige Juden vertraten [1046]. Gegen seinen Willen von Juli 1943 bis Februar 1944 Vertrauensmann der Reichsvereinigung der Juden in Frankfurt am Main [1066]. Nach Aufforderung, sich am 14.2.1945 in Frankfurt am Main am Ostbahnhof einzufinden, Flucht nach Kelkheim im Taunus, wo es ihm gelang, das Kriegsende zu erleben [1066]. 1945 wieder Rechtsanwalt und Notar in Frankfurt am Main, im Sommer 1945 Vorstandsmitglied der Rechtsanwaltskammer, Mitbegründer der neuen Jüdischen Gemeinde [1066].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.