Bertha Rothschild geb. Wetzler wurde am 19.07.1882 in Aschaffenburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Wetzler Simon (02.03.1853–26.06.1919) und Wetzler Hannchen, Johanna geb. Simon (07.08.1852–02.05.1915).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Rothschild Jakob, die Ehe wurde am 16.10.1906 geschlossen.
Ihr Kind war Rothschild Kurt (12.09.1908–03.09.1930).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Trauzeugen waren der Kaufmann Salomon Rothschild, 30 Jahre, Aschaffenburg, Friedrichstr. 15 und der Kaufmann Leopold Solinger, 45 Jahre, Aschaffenburg, Herstalstr. 30. Bertha Rothschild, Geburtsname Wetzler, wurde am 19.07.1882 in Aschaffenburg geboren. Ihre Eltern Simon Wetzler, dessen Berufe Religionslehrer und Kantor waren und Johanna Wetzler(geb. Simon), hatten außerdem noch zwei weitere Töchter, Jenny Oestreicher und Rosa Freymark-Wetzler . Genau wie ihre Schwestern besuchte Bertha die Höhere Töchterschule, nämlich von 1895-1900. Bertha Rothschild zog mehrmals um: Um 1882 lebte sie zusammen mit ihrer Familie in der Kolpingstraße, dann ab 1992 in der Steingasse 12 und um 1904 im Roßmarkt 33, bis sie schließlich am 16.10.1906 Jakob Rothschild heiratete. Zwei Jahre später, am 12.9.1908 kam ihr gemeinsamer Sohn Kurt Rothschild zur Welt. Sie zogen am 1.04.1912 zusammen und lebten dort in der Frohsinnstraße 9 bis zum 17.3.1941. Am 3.09.1930 verstarb ihr Sohn im Alter von 21 Jahren an den Folgen einer Lungentuberkulose und einer Herzschwäche. Bertha Rothschild war von Beruf Hausfrau, ihr Mann Inhaber eines Herrenmodeartikelgeschäfts in der Herstallgasse von 1918 bis 1939. Ihr letzter bekannter Wohnort war die Bustellistraße 10, wo sie mit anderen Juden zusammen im Haus der Familie Lewald vom 17.3.1941 bis zum 23.4.1942 lebten. Dieser letzte Wohnort war kein freiwillig gewählter, sondern diente den Nazis zur Konzentration der Juden an einem Ort. 1942 erfolgte dann auch ihre Deportation, deren Weg von Nürnberg nach Würzburg über Bamberg und schließlich nach wikide(Kraśniczyn) ging. Dort war ein Ghetto, durch das die Deportierten geschleust wurden, um in Vernichtungslager zu kommen. Bertha wurde zusammen mit ihrem Mann und 953 anderen Personen am 25.4.1942 in das Lager Sobibor gebracht. Unter den Deportierten gibt es keine Überlebenden. Circa im Herbst des Jahres 1942 soll sie dort dann auch ermordet worden sein. Der Neffe Walter Lilie aus New York hat 1979 gegenüber Yad Vashem bestätigt, dass seine Tante Bertha Rothschild in dem KZ umgebracht wurde.