Gabriel Erlanger (215)

Gabriel Erlanger wurde am 15.02.1901 in Bayreuth geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Bayreuth, Neustadt an der Aisch, Aschaffenburg, Mainz, München, KZ Dachau, Luxemburg, Frankreich, Lager Drancy, Ghetto Kowno, unbekannt (Holocaust). Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Erlanger Max (11.11.1863) und Erlanger Sarah geb. Gerstle (05.09.1860–31.10.1942).

Er verstarb in unbekannt (Holocaust).

Weitere Angaben aus den Quellen: Bankbeamter, geboren in Bayreuth als Sohn der Kaufmannseheleute Max und Sarah Erlanger [1046]. Lehre bei der Bay. Disconto & Wechselbank AG, Filiale Bayreuth, ab 1.8.1918 Bankbeamter, im Oktober 1918 vermutlich temporär für etwa drei Monate in die Filiale Neustadt an der Aisch delegiert, ab Januar 1919 bis März 1920 Versetzung in die Filiale Aschaffenburg, anschließend Veränderung nach Mainz [1046]. Später in München, während der Novemberpogrome 1938 im KZ Dachau interniert, nach Freilassung Ende Dezember 1938 Emigration nach Luxemburg, im Juni 1940 nach Frankreich, vier Jahre später im Mai 1944 aufgegriffen und in das Lager Drancy verschleppt und wenige Tage später in das Ghetto Kowno deportiert, Opfer des Holocaust [1003]. Seine Eltern lebten zum Zeitpunkt der Volkszählung 1939 in Frankfurt am Main, Mutter Sarah wurde im August 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und im Oktober 1942 ermordet, Diagnose Enteritis - Darmkatarrh; Vater Max war vermutlich zuvor in Frankfurt am Main verstorben.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.