Salomon Fisch (1889)

Salomon Fisch wurde am 08.02.1889 in Wolbrom geboren und lebte in Wolbrom, Mainz, Frankfurt am Main, Aschaffenburg, Ansbach, Düsseldorf.

Seine Eltern waren Fisch David und Fisch Jachet geb. Friedmann.

Weitere Angaben aus den Quellen: Geboren in Wolbrom als Sohn des Kaufmanns David Fisch und seiner Ehefrau Jachet [1046]. Kam 1912 als Student der jüdischen Theologie nach Mainz, studierte ab November 1913 in Frankfurt am Main [1046]. Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs unterlag er als russischer Staatsbürger dem Aufenthaltsverbot für feindliche Ausländer, seitens der Behörden wurde ab Ende November 1914 Aschaffenburg zu seinem Zwangsaufenthaltsort bestimmt [1046]. Eingeschränkt war insbesondere das Verlassen der Stadt. Um Samstags Goldbach besuchen zu dürfen, musste er beim Stellvertretenden Generalkommandos II, Würzburg einen Erlaubnisschein beantragen; die Genehmigung war an die Auflage geknüpft, sich jeweils polizeilich ab- und anzumelden [1046]. Aufwendig waren die Formalien für seine grenzüberschreitenden Reise im Mai / Juni 1916 in seinen Heimatort Wolbrom, das im damaligen Russland lag. Die Genehmigung des Stellvertretenden Generalkommandos II, Würzburg, wurde durch Telegramm dem Grenzübertrittsort Kattowitz übermittelt, als Papiere hatte er einen Ausweis mit detaillierter Beschreibung der Reiseroute sowie eine Unverdächtigkeits-Bescheinigung, jeweils ausgestellt durch den Magistrat der Stadt Aschaffenburg, mitzuführen [1046]. Im April 1918 verzog Salomon Fisch nach Düsseldorf, über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.