Waldemar Herzberger (1886)

Waldemar Herzberger wurde am 26.02.1886 in Krefeld geboren und lebte in Krefeld, Düsseldorf, Aschaffenburg, Nürnberg, auf Reisen, Beuthen, Regensburg, unbekannt verzogen, Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich.

Seine Eltern waren Herzberger Salomon und Herzberger Settchen geb. Oppenheimer.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Herzberger Josefine geb. Orenstein, die Ehe wurde am 1917 in München geschlossen.

Weitere Angaben aus den Quellen: Geboren in Krefeld als Sohn des Fabrikanten Salomon Herzberger und seiner Ehefrau Settchen [1046]. War in jungen Jahren viel unterwegs, wurde straffällig, 1908 durch das Amtsgericht Bielefeld wegen Bettelns zu 3 Tagen Haft, 1910 durch das Amtsgericht Karlsruhe wegen Diebstahls zu 3 Monaten Gefängnis und 1912 durch die Amtsgerichte Tettnang und Beuthen jeweils wegen Betrugs zu 4 bzw. 14 Tagen Gefängnis verurteilt [1046]. Kam im Juni 1916 von Düsseldorf erstmals nach Aschaffenburg, ging, nachdem der von der Stadt Aschaffenburg eingeholte Auszug aus dem Strafregister die vorgenannten Taten aufzeigte, bereits nach wenigen Wochen nach Nürnberg [1046]. Heiratete im Dezember 1917 in München Josefine Orenstein, wurde oder war zu dieser Zeit Soldat im 1. Weltkrieg [1046]. Als Invalide, mit dem Verwundetenorden ausgezeichnet, wurde er in verschiedenen Lazaretten, zuletzt in Regensburg bis Oktober 1921 behandelt; die Ehe mit Josefine war im Juni 1921 vor dem Landgericht Memmingen geschieden worden [1046]. Von Oktober 1921 bis Oktober 1922 erneuter Aufenthalt in Aschaffenburg, nach Genehmigung eines möblierten Zimmers durch das städtische Wohnungsamt war er befristet beschäftigt in der Pentsche Papierverarbeitungsges. mbH; im Oktober 1922 verzog er unbekannt [1046].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.