Klara Hirschmann wurde am 04.12.1879 in Nenzenheim, Stadtteil von Iphofen geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Nenzenheim, Frankfurt am Main, Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Hirschmann Josef und Hirschmann Fanny geb. Hahn.
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Klara Hirschmann war die Tochter des Viehhändlers Joseph Hirschmann und seiner Frau Fanny, geb. Hahn. Bereits ihre Großeltern Abraham u. Rebecca Hirschmann lebten in Nenzenheim. Die Familie wohnte schon im Jahre 1877 im damaligen Haus Nr. 95. Ihre Geschwister waren alle älter. Der Bruder Baruch kam im Nov. 1877 hier zur Welt und wohnte zuletzt mit seiner Familie in Hamburg. Mit dem ledigen Bruder Samson Hirschmann (*Aug. 1875) lebte sie in einem Haushalt. Der Vater verstarb 75jährig im Jahre 1922 und die Mutter 13 Jahre später im Alter von 86 Jahren. Sie lebten alle in dem Haus Nr. 95 mit den ledigen Tanten Sarah (77 Jahre) und Kela (82 Jahre) Hirschmann, die im Jahre 1933 gestorben sind. Einer Publikation ist zu entnehmen, dass die Familie den Hausnamen >>Stiefl-Jud<< trug und ihr Bruder Samson mit seiner ebenfalls ledigen Schwester Geta zusammen lebte. Geta wurde nicht mit ihrem Geburtsnamen Klara benannt. Gemeinsam mit ihrem Bruder Samson Hirschmann wurde sie in Nenzenheim von der Polizei abgeholt und kam nach Würzburg in den Platz'schen Garten. Hier mussten sich ab 22. April 1942 beginnend die Menschen für ihre Evakuierung sammeln. Am 25. April 1942 wurden sie nach Krasniczyn in Ostpolen deportiert und dort im Raum Lublin ermordet. Das Haus Nr. 95 wurde später abgerissen und auf diesem Grundstück soll heute eine Scheune stehen. Obwohl Nenzenheim damals zu Mittelfranken gehörte und Samson und Klara Hirschmann aus unerfindlichen Gründen auf der Liste der im oberfränkischen Bamberg aufgenommenen Deportierten verzeichnet sind, wurden sie zweifelsfrei aus Würzburg deportiert. © Elisabeth Böhrer Quellen/Auskunfteien: Ernst Stimpfig: Die Juden im Fürstlich-Schwarzenbergischen Herrschaftsgericht Hohenlandsberg; Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876; Stadt Iphofen; Wege in die Vernichtung - Die Deportation der Juden aus Mainfranken 1941 - 1943, München 2003.