Meta Kolb geb. Künstler (1902 - 1942)

Meta Kolb geb. Künstler wurde am 04.05.1902 in Brünnau geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Brünnau, Nürnberg, Frankenwinheim, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kolb Max, die Ehe wurde am 1932 geschlossen.

Sein Kind war Kolb Siegbert (02.11.1932–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Meta Kolb wurde als Meta Künstler in Brünnau nahe Frankenwinheim geboren. Bevor sie am 18.05.1931 den Metzger und Viehhändler Max Kolb heiratete und in das Haus seiner Familie nach Frankenwinheim zog, lebte sie in Nürnberg. Ihr Sohn Siegbert kam 1932 zur Welt. Eine Zeitzeugin, die bis heute in dem Haus Nr. 39, der heutigen Rosenbergstraße 3, wohnt, erinnert sich, dass dieses drei Zimmer hatte: ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, in dem das Ehepaar und der Sohn schliefen, und ein Schlafzimmer für die Schwiegermutter und eine der Schwestern von Max. Zum Haus gehörte ferner ein kleiner Stall, in dem Kühe gehalten wurden. Meta habe ihr öfter mal ein Butterbrot zugesteckt, weil sie als Kind so dünn gewesen sei. Die Juden in Frankenwinheim seien fast alle Viehhändler gewesen. Die Familie Kolb habe in der NS-Zeit nach und nach all ihre Habseligkeiten verkaufen müssen. 1940 hätten sie auch das Haus verkaufen müssen und seien oben in die Synagoge (Lehrerwohnung) eingezogen. Nach der Verhaftung ihres Mannes im Zuge der Novemberpogrome setzte sich Meta Kolb engagiert für die Freilassung ihres Mannes aus dem Konzentrationslager ein. Mit Erfolg. Am 25.04.1942 wurde Meta Kolb mit ihrer Familie von Würzburg aus nach Krasniczyn im besetzten Polen deportiert und wie alle anderen Menschen dieses Transports spätestens im Herbst 1942 im Raum Lublin ermordet. Viele weitere Mitglieder ihrer Familie wie auch der ihres Mannes kamen ebenfalls ums Leben. Quelle: Opferbiographie zum Erinnerungsgang von 2011, dort angegeben: Staatsarchiv Würzburg Gestapo 4631 und S.K. 1766; Zeitzeugin (Jahrgang 1928).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.