Julius Berney wurde am 21.04.1881 in Laudenbach bei Karlstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Laudenbach bei Karlstadt, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Berney Hannchen geb. Adler.
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Julius Berney wird am 21.4.1881 als Sohn von Maier Berney in Laudenbach geboren (StAW LRA Kar 5844). Seine ältere Schwester ist Frieda Berney. Im Jahr 1912 erhält Julius einen Wandergewerbeschein (StAW LRA Kar 5093) und 1928 ist er als Viehhändler in der Hausnummer Unteres Dorf 51 eingetragen (Einwohnerbuch für das Bezirksamt Karlstadt). Julius Berney ist mit Hannchen, geborene Adler verheiratet. Im ersten Weltkrieg wird Julius schwer verletzt (Schnabel, Georg: Sie waren unsere Nachbarn. Judenfamilien in der Nazizeit, in: Jahrbuch Beiträge zu Geschichte und Gegenwart Sammel-band 2012/13, Karlstadt 2012, 199-220, S. 210) Am 14.11.1920 bringt Hannchen ihre beiden Zwillinge Senta und Selma zur Welt. Nach dem Novemberpogrom wird Julius am 10.11.1938 verhaftet und in Schutzhaft genommen (StAW LRA Kar 5844), während des Krieges wird er als Zwangsarbeiter bei den Holzmachern genannt (StAW LG Würzburg Staatsanwaltschaft 406). Julius und seine Frau Hannchen sowie seine Schwester Frieda werden am 24. April 1942 deportiert (Deportationsliste Geheime Staatspolizei, Staatspolizeistelle Nürnberg-Fürth vom 3. April 1942) Am 25. April 1942 wurden sie nach Krasniczyn in Polen deportiert und im Raum Lublin ermordet. Seine Töchter Senta und Selma waren beide ausgebildete Krankenschwestern und arbeiteten im israelitischen Krankenhaus in Würzburg. Beide konnten in die USA immigrieren. ("Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Zeitzeugenaussagen, Archiv Georg Schnabel). Hinweis: Im Yad Vashem ist als Geburtsdatum "21.04.1886" angegeben.