Jakob Hirschenberger wurde am 04.05.1879 in Westheim bei Hammelburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Westheim bei Hammelburg, Hammelburg, Laudenbach bei Karlstadt, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie war in 2. Ehe verheiratet mit Hirschenberger Lina geb. Blumenthal.
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Jakob Hirschenberger zog im Jahr 1897 von Hammelburg nach Laudenbach, um dort die Bäckerei und den Mehl- und Getreidehandel von Isaak Strauß zu übernehmen. Im Oktober 1900 heiratete er dessen Tochter Selma, mit der er die Kinder Max, Rosa, Lina und Bertha zeugte. Im Frühjahr 1915 starb Selma und ein Jahr später heiratete Jakob Lina Blumenthal, die einen Sohn, Berthold, gebar. 1916 wurden Jakob von Isaak Strauß alle Rechte für den Betrieb übergeben. Da er ein angesehener Geschäftsmann war und sich auch gegenüber seiner nichtjüdischen Mitbürger sozial engagierte, wurde er 1919 als Kandidat für den Gemeinderat vorgeschlagen und auch mit großer Mehrheit gewählt. In dieser Eigenschaft setzte er sich besonders für das Vereinswesen ein und unterstützte die jüdischen und christlichen Einrichtungen. Sein Betrieb zog in die Rathausstraße und es wurde ein größeres Anwesen erworben, um die Produktion von Mazzen vor Pessach zu erweitern. Bis zu zehn Angestellte waren in der Bäckerei beschäftigt. Bis ins Jahr 1932 war Jakob Hirschenberger Kultusvorstand der jüdischen Gemeinde. Nach Anfeindungen durch die SA-Ortsgruppe gab er im Herbst 1933 seinen Rücktritt aus dem Gemeinderat bekannt. In der Reichspogromnacht wurde sein Wohnhaus geplündert und demoliert. Noch am selben Tag wurde er mit anderen jüdischen Männern verhaftet und auf einem Leiterwagen in das Gefängnis nach Karlstadt gebracht, von wo aus er ins Konzentrationslager Dachau transportiert wurde. Nach mehreren Bittgesuchen seiner Frau wurde er entlassen, da diese sich bereit erklärt hatte, das Anwesen aufzugeben. Sie wohnten nun zur Miete in den drei Zimmern über der Mazzenbäckerei. Jakob musste sich nun jeden Tag bei der Gemeinde melden, von der er zu verschiedenen Arbeiten (wie Straßenkehren und Brennholz schneiden) eingeteilt wurde. Am 25.04.1942 wurden Jakob Hirschenberger und seine Frau nach Krasniczyn in Polen deportiert und daraufhin im Raum Lublin ermordet. Jakob Hirschenbergers Kindern war während seiner Haftzeit in Dachau die Ausreise nach Palästina und Amerika gelungen. Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Zeitzeugenaussagen, Archiv Georg Schnabel.