Adolf Reich (1889 - 1942)

Adolf Reich wurde am 16.06.1889 in Zeitlofs geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Zeitlofs, Mellrichstadt, Krasnystaw, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Reich Max (1926) und Reich (verw. Adler) Jeanette geb. Oppenheimer (29.09.1931).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Reich Selma geb. Goldbach.

Seine Kinder waren Reich Rosi (02.11.1925–1942) und Reich Max (23.08.1931–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Adolf Reich wurde am 16. Juni 1889 in Zeitlofs geboren und wohnte in Mellrichstadt im Haus Nr. 139 ½, heute Kapellengasse 3 (ehemalige jüdische Schule). Am 14. Juli 1938 war Adolf Reich mit seiner Familie in Mellrichstadt zugezogen. Er war verheiratet mit Selma, geb. Goldbach. Sie stammte aus Unterriedenberg. Die beiden Kinder Rosi und Max wurden in Zeitlofs geboren. Adolf Reich besuchte die Handelsschule, wo er eine Ausbildung zum Handelsgehilfen machte. Als Soldat diente er von 1911 bis 1920 im 5. Bayerischen Infanterieregiment. Seine Eltern waren Max und Jeanette Reich aus Zeitlofs. Max Reich war in Zeitlofs Vorstand der jüdischen Gemeinde und war mehr als 50 Jahre ehrenamtlicher Vorbeter und auch Schofarbläser. Er verstarb in Zeitlofs im Juli 1926 und wurde mit großen Ehren auf dem Friedhof in Altengronau beigesetzt. Adolf Reichs Mutter Jeanette verstarb im Jahre 1931 in Zeitlofs und wurde ebenfalls in Altengronau beigesetzt. Nachdem Adolf Reich mit seiner Familie in Mellrichstadt zugezogen war, arbeitete er vorübergehend als Landwirt bei Gärtner Loose in Mellrichstadt. Am 4. Oktober 1938 wurde er im Gefängnis in Neustadt inhaftiert, aus welchem er vermutlich nach kurzer zeit wieder entlassen wurde. Am 24. April 1942 musste Adolf Reich mit seiner Frau Selma und den beiden Kindern Rosi und Max nach Würzburg fahren, um sich dort an der Sammelstelle Platz’scher Garten einzufinden. Von dort wurde die Familie am 25. April 1942 nach Krasnystaw in Ostpolen deportiert und noch im selben Jahr im Raum Lublin ermordet. Quelle: Biographie der Seite "Wir wollen uns erinnern".

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.