Ida Stein geb. Punfud (1878 - 1942)

Ida Stein geb. Punfud wurde am 04.09.1878 in Trunstadt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Trunstadt, Mellrichstadt, Krasniczyn, Raum Lublin, Würzburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Stein Simon.

Ihr Kind war Stein Siegfried (01.10.1906–1942).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Stein Ida, geb. Punfud, wurde am 4. September 1878 in Trunstadt geboren und wohnte im Haus Nr. 104, heute Bauerngasse 38. Sie war die Witwe des Simon Stein. Simon Stein war am 9. November 1875 zu Mühlfeld geboren und verstarb am 11. August 1919 zu Mellrichstadt. Bestattet wurde er auf dem Friedhof in Mellrichstadt. Sie führte die Weinhandlung ihres verstorbenen Mannes Simon Stein weiter. Im ersten Stock war ein kleiner Saal, in dem die Juden das Laubhüttenfest feierten. Da Juden keine Gaststätten mehr besuchen durften, erhielt Ida Stein auf Antrag am 12. Februar 1937 vom Bezirksamt die Erlaubnis, eine Weinschankwirtschaft nur für Juden im ersten Stock ihres Hauses zu führen. Der Stadtrat von Mellrichstadt hatte ihren Antrag 1935 abgelehnt. Sie hatte zwei Kinder: eine Tochter und einen Sohn. Tochter Lotte, am 6. September 1905 in Mellrichstadt geboren, konnte sich durch Emigration retten. Sohn Siegfried, geb. am 1. Oktober 1906 in Mellrichstadt, musste mit seiner Mutter in Mellrichstadt bleiben. Am 4.Oktober 1938 verzeichnet die Israelitische Gemeinde von Mellrichstadt, dass die Fensterscheiben des Hauses der Ida Stein eingeworfen worden seien. Am 24. April 1942 musste Ida Stein zusammen mit ihrem Sohn Siegfried nach Würzburg fahren, um sich dort an der Sammelstelle Platz’scher Garten einzufinden. Bei der Durchsuchung vor der Deportation im Platz’schen Garten in Würzburg wurden ihr folgende Gegenstände abgenommen: 2 Esslöffel, 1 Ehering. Am 25 April 1942 wurde sie nach Krasniczyn in Ostpolen deportiert und im selben Jahr noch im Raum Lublin ermordet. Hinweis: Auf der Deportationsliste steht der Mädchenname "Buntfurth". Da in den anderen Quellen der Mädchenname "Punfud" verzeichnet ist, ist dieser hier übernommen worden. Quelle: Biographie der Seite "Wir wollen uns erinnern".

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.