Samson Hirschmann wurde am 13.08.1875 in Nenzenheim, Stadtteil von Iphofen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Nenzenheim, Nürnberg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Samson Hirschmann war der Sohn des Viehhändlers Joseph Hirschmann und seiner Frau Fanny, geb. Hahn. Bereits seine Großeltern Abraham und Rebecca Hirschmann lebten in Nenzenheim. Die Familie wohnte schon bei der Geburt des Bruders Baruch (*Nov. 1877) in der damaligen Haus Nr. 95. Dieser Bruder war zuletzt mit seiner Familie in Hamburg ansässig. Auch seine Schwester Klara Hirschmann (* Dez. 1879), die mit Samson in einem Haushalt lebte, kam hier zur Welt. Der Vater verstarb 75jährig im Jahre 1922 und die Mutter 13 Jahre später im Alter von 86 Jahren. Sie lebten alle in dem Haus Nr. 95 mit den ledigen Tanten Sarah (77 Jahre) und Kela (82 Jahre) Hirschmann, die im Jahre 1933 gestorben sind. Bekannt ist über Samson, dass er im Juni 1908 das Bürger- und Heimatrecht der Stadt Nürnberg erhalten hat. Hierbei wird als Name Samson Löb (wohl benannt nach dem Großvater mütterlicherseits) und als Beruf: >>Commis<< angegeben, obwohl später in amtlichen Schriftstücken und auch bei seiner Unterschrift immer nur Samson und als Berufsbezeichnung >>Rauhwarenhändler<< angegeben war. Spätestens im Jahre 1922 lebte er wieder in Nenzenheim. Einer Publikation ist zu entnehmen, dass die Familie den Hausnamen >>Stiefl-Jud<< trug und er mit seiner ebenfalls ledigen Schwester Greta (muss aber Geta heißen) zusammen lebte. Geta wurde also nicht mit ihrem Geburtsnamen Klara benannt. Samson Hirschmann soll seine Kaninchen- und Geißenfelle im Bereich Krassolzheim/Ingolstadt verkauft haben. Gemeinsam mit seiner Schwester Klara wurde er in Nenzenheim von der Polizei abgeholt und kam nach Würzburg in den Platz'schen Garten. Hier mussten sich ab 22. April 1942 beginnend die Menschen für ihre Evakuierung sammeln. Am 25. April 1942 wurden sie nach Krasniczyn in Ostpolen deportiert und noch im selben Jahr im Raum Lublin ermordet. Das Haus Nr. 95 wurde später abgerissen und auf diesem Grundstück soll heute eine Scheune stehen. Obwohl Nenzenheim damals zu Mittelfranken gehörte und Samson und Klara Hirschmann aus unerfindlichen Gründen auf der Liste der im oberfränkischen Bamberg aufgenommenen Deportierten verzeichnet sind, wurden sie zweifelsfrei aus Würzburg deportiert. Weitere Quellen/Auskunfteien: Ernst Stimpfig: Die Juden im Fürstlich-Schwarzenbergischen Herrschaftsgericht Hohenlandsberg; Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876; Stadt Iphofen; Wege in die Vernichtung - Die Deportation der Juden aus Mainfranken 1941 - 1943, München 2003.