Hanna Oppenheimer wurde am 01.05.1871 in Schwebheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schwebheim, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz, Schweinfurt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Oppenheimer Meyer (22.11.1835–18.12.1912) und Oppenheimer Jette geb. Lang (um 1845–04.02.1913).
Sie starb am 1944/45 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Hanna, genannt Hannchen Oppenheimer kam am 1. Mai 1871 in Schwebheim zur Welt. Sie war die Tochter des Meyer Oppenheimer und der Jette, geb. Lang. Wie ihre beiden Schwestern arbeitete sie in der koscheren Metzgerei des Vaters am Kirchplatz 24 in Schwebheim, den die drei Töchter zuletzt gemeinsam leiteten. Wegen dem Vornamen ihres Vaters wurden die Schwestern am Ort die "Meyer-Mädchen" genannt. Die unverheirateten Schwestern lebten in Schwebheim im Haus Nr. 54. 1936 zwang man sie zur Geschäftsaufgabe. Während des Novemberpogroms 1938 schmiss man die Scheiben des Wohnhauses ein und am nächsten Tag hing ein Plakat an der Hauswand, auf dem stand: "Hier ist ein jüdisches Haus, deutsche Mütter gehen hier ein und aus, schaut sie euch an und lacht sie aus." Nachdem die drei Schwestern zuletzt in einer Sammelunterkunft in Schweinfurt gewohnt hatten, wurden sie am 10. September 1942 von Würzburg aus nach Theresienstadt deportiert. Während Amalie und Emma nach etwas mehr als einem halben Jahr den widrigen Bedingungen des Ghetto-Alltags erlagen, wurde Hanna am 18. Mai 1944 bei der zweiten sog. Mai-Deportation nach Auschwitz deportiert. Dort wurde sie vermutlich kurz nach der Ankunft ermordet.