Frieda Stein geb. Rau (1875)

Frieda Stein geb. Rau wurde am 06.10.1875 in Ermershausen geboren und lebte in Ermershausen, Aidhausen, Schweinfurt, Ghetto Theresienstadt, Deggendorf, Bremerhaven, New York, Würzburg.

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Stein Louis, die Ehe wurde am 19.05.1900 in Bamberg geschlossen.

Weitere Angaben aus den Quellen: Frieda Rau kam am 6. Oktober 1875 in Ermershausen zur Welt. Ihre Eltern waren der Viehhändler Kusel Rau und Babette, geb. Freudenthal, aus Theilheim. Sie heiratete den Bäcker Louis Stein aus Aidhausen. Das Ehepaar hatte dort sechs Kinder, von denen drei Söhnen Isidor, Norbert und Martin die Auswanderung in die USA gelang. Rosa und Ida starben bereits als Baby, Paula Kleinhäuser mit ihrer Familie im Raum Lublin. 1939 lebten die Steins immer noch in Haus Nr. 54. Zuletzt mussten sie sich in einem sog. Judenhaus in Schweinfurt sammeln, der Rückertstr. 17. Von dort schickte man das Ehepaar nach Würzburg. Beide wurden am 10. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Während Friedas Mann Louis am 13. Juni 1944 verstarb, konnte Frieda das Ghetto Theresienstadt überleben. Nach Kriegsende kam sie als displaced person in ein DP-Camp nach Deggendorf. Hier blieb Frieda Stein bis zum 26. April 1946. Sie wandte sich an ihre Freundin Anastasia Gerschütz in Stadtlauringen, damit diese ihr früher dort deponiertes Affidavit in die USA schickte, um auswandern zu können. Am 11. Mai desselben Jahres emigrierte sie von Bremerhaven in die USA. Neun Tage später erreichte sie New York.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.