Betty Strauß (1874 - 1942)

Betty Strauß wurde am 23.04.1874 in Gochsheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gochsheim, Ghetto Theresienstadt, Vernichtungslager Treblinka, Schweinfurt, Würzburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie starb am 1942 in Treblinka.

Weitere Angaben aus den Quellen: Betty Strauß kam am 23. April 1874 in Gochsheim zur Welt. Ihre Eltern waren der Viehhändler Wolf/Wolfgang Strauß und Sara/Sophia, geb. Neumann. Die Familie lebte zeitweise in Schweinfurt. Betty wohnte in Gochsheim. Während des Novemberpogroms 1938 wurde die Wohnung verwüstet. Sie betrieb mit ihrer Schwester Emma (geb. 1877 in Schweinfurt) ein Textilgeschäft. Beide wohnten gemeinsam in einem Haus und Betty führte hauptsächlich den Haushalt. Am 5. Juni 1942 musste sie nach Schweinfurt in ein Sammelquartier ziehen. Von dort aus wurde sie am 10. September 1942 über Würzburg nach Theresienstadt deportiert. Am 29. September 1942 wurde Betty weiter nach Treblinka gebracht und vermutlich kurz nach ihrer Ankunft im Vernichtungslager ermordet. Schwester Emma starb 1942 im Raum Lublin. Ihre jüngste Schwester Philippina, genannt Bina, Strauß (geb. 1887 in Gochsheim) wurde mit einem Transport Weimar-Leipzig nach Belzyce deportiert und dort ermordet. Nur Schwester Pauline Rosenbusch (geb. 1875 in Schweinfurt) emigrierte 1941 mit ihrem Mann zu ihren Kindern in die USA und überlebte. Der Neffe Leopold/Leo Rosenbusch wurde 1942 deportiert.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.