Hilde Ottensoser (1933 - 1942)

Hilde Ottensoser wurde am 29.01.1933 in Schweinfurt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schweinfurt, Berchem (Antwerpen), Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Bad Neustadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Ottensoser Emil (20.05.1897–1942) und Ottensoser Paula geb. Braun (26.12.1898–1942).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hilde Babette Ottensoser kam am 29. Januar 1933 in Schweinfurt zur Welt und war das erstgeborene Kind ihrer Eltern Emil Ottensoser und Paula, geb. Braun. Obwohl sie in Schweinfurt im St.-Josefs-Krankenhaus geboren wurde, lebte die Familie in Neustadt a. d. Saale. 1938 wurde ihr Bruder Herbert geboren. Gemeinsam mit ihrem fast 13-jährigen Cousin Kurt Rosenbaum aus Schonungen wanderte Hilde am 14. März 1939 mit einem Kindertransport nach Berchem-Antwerpen aus. Die gemeinsame Zugfahrt begann am Hauptbahnhof in Würzburg. Sie war zu diesem Zeitpunkt gerade 6 Jahre alt. Als Deutschland das Nachbarland Belgien überfiel, floh ihr Cousin nach Frankreich. Mittlerweile war sie fast 7 Jahre und 4 Monate alt. Die Gestapo Würzburg teilte mit Schreiben vom 14. November 1940 mit, dass das Kind wieder zu seinen in Bad Neustadt wohnhaften Eltern zurück wollte und deshalb bei der Feldkommandantur in Antwerpen Antrag auf Ausstellung eines Passierscheines zur Einreise gestellt hatte. Landrat Stümmer teilte mit Schreiben vom 26. November 1940 mit, dass keine Bedenken bestehen. Seit dem 16. Januar 1941 war sie wieder in Bad Neustadt ansässig. Gemeinsam mit ihren Eltern und Bruder Herbert kam Hilde am 22. April 1942 mit weiteren 41 Neustädtern nach Würzburg. Drei Tage später wurden sie nach Krasniczyn deportiert und kamen und wurden allesamt im Raum Lublin ermordet. Quellen: Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 9170 und 18876; Stadtarchiv Bad Neustadt, Meldekarte; Stadtarchiv Schweinfurt, Standesamt Schweinfurt, Geburtseintrag; Gemeindearchiv Schonungen, Meldekarte Kurt Rosenbaum; Mitteilung der Familie Goldsmith aus USA, 2014.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.