Luise Heßlein geb. Eckstein (1878 - 1942)

Luise Heßlein geb. Eckstein wurde am 21.09.1878 in Oberlauringen geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Oberlauringen, Niederwerrn, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Luise Heßlein, geb. Eckstein, wurde am 21. September 1878 in Oberlauringen geboren. Ihre Eltern waren der Kaufmann Simon Eckstein und Rikka, geb. Kahn. Sie war mit Jakob Heßlein verheiratet, der bereits 1935 verstarb. Das Paar bekam einen Sohn Siegfried (1904), der später ertrunken sein soll, und eine Tochter namens Irma (1908). Im Mai 1939 lebte sie in Niederwerrn, im Haus Nr. 76. Im selben Jahr stellte sie den Antrag auf Ausstellung eines Reisepasses, mit der Absicht, nach Amerika auszuwandern. Obwohl laut Gestapo Würzburg „keine politischen Bedenken“ bestanden, kam es aus unbekannten Gründen nicht zu einer Auswanderung. Im Oktober 1941 stellte sie erneut einen Auswanderungsantrag und gab diesmal als „Reiseziel“ Kuba an. Am 6./7.11.1941 erhielt sie einen Brief vom Oberfinanzpräsidenten der Devisenstelle in Würzburg, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass sie nicht alle Gegenstände mitnehmen könne, die sie in den Umzugslisten aufgeführt hatte. Unter den abzuliefernden Gegenständen waren Nachthemden, Kleider, Taschentücher und Decken. Eine Woche später wurde sie informiert, dass ihre Ausreise gar nicht mehr möglich war, da die letzte offene Grenze kriegsbedingt vom Deutschen Reich geschlossen worden und somit jede Auswanderung unmöglich war. Luise Heßlein wurde am 25. April 1942 über Würzburg nach Krasniczyn deportiert und noch im selben Jahr im Raum Lublin ermordet. Ihre Tochter Irma heiratete im August 1936 Leo Wollenreich und zog mit ihm zunächst nach Straubing in die Hindenburgstraße 2. Von dort aus wanderten sie noch im April 1941 in die USA aus. (Auch verwendet: Wir wollen uns erinnern, Beitrag von Karl-Heinz Grossmann).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.