Emma Schuster geb. Oppenheimer wurde am 08.04.1886 in Grossheubach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Großheubach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Nordheim vor der Rhön. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Oppenheimer Salomon (24.01.1851–10.12.1912) und Oppenheimer Babette (Blümchen) geb. Marx (20.08.1852–13.03.1923).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Schuster Karl, die Ehe wurde am 10.07.1910 in Großheubach geschlossen.
Ihre Kinder waren Samuel Erna geb. Schuster (09.04.1911–06.02.1989) und Hamlet Hilde geb. Schuster (30.01.1919–26.10.2011).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Emma Schuster war die Tochter von Salomon Oppenheimer und seiner Frau Babetta geb. Marx. Sie kam in Großheubach in der heutigen Langgasse 13, damals Hs. Nr. 185, zur Welt. Im Jahre 1910 heiratete sie den Viehhändler Karl Schuster und zog mit ihm nach Nordheim. Ihr Mann betrieb sein Geschäft gemeinsam mit seinem Bruder Alex. Die Familie Schuster wohnte in Nordheim im Haus Nr. 110. Dort wurden auch die Töchter Erna (geb. 1911) und Hilde Schuster (geb. 1919) geboren. Am 10. November 1938, nach 2 Uhr morgens, kamen Ostheimer SA-Männer nach Nordheim. Sie warfen eine Wagendeichsel durch das Fenster im Erdgeschoß. Der in diesem Zimmer neben dem Fenster im Bett liegende Karl Schuster war u.a. wegen eines Kriegsleidens schon längere Zeit krank. Aufgrund des Überfalls starb er um 3.30 Uhr an einem Gehirn- bzw. Herzschlag. Die Wohnung wurde demoliert und die Einrichtung stark beschädigt. Die jüdische Bevölkerung war in dieser Nacht während der vorgenommenen Gewalttätigkeiten geflüchtet und hatte sich versteckt. Es soll in der Ortschaft damals ein derartiger Lärm und eine Aufregung geherrscht haben, dass die gegenüber von Karl Schuster wohnhafte Landwirtsfrau Mathilde G. einen Nervenschock bekam. Von Nordheimer Bürgern, auch von der SA, soll sich niemand an den Ausschreitungen beteiligt haben. Es gibt aber auch gegenteilige Meinungen. Gemeinsam mit ihrem Schwager Alexander, dem Neffen Gerhard Schuster und Siegfried Schild kam Emma Schuster am 24. April 1942 nach Würzburg in das Sammellokal Platz’scher Garten. Hier wurden ihr bei der Durchsuchung 2 Esslöffel abgenommen. Am nächsten Tag wurde sie nach Krasnistaw deportiert und musste zu Fuß nach Krasniczyn laufen. Sie wurde in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Den Töchtern Erna und Hilde Schuster gelang im September 1935 die Ausreise in die USA. Weitere Quellen: Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876; Gemeindearchiv Nordheim v.d. Rhön.