Arnold Schlorch wurde am 22.12.1880 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Schlorch Gerson (um 1850) und Schlorch Lina (Karolina) geb. Silbermann (um 1855).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schlorch Rosa geb. Fleischmann, die Ehe wurde am 1912 geschlossen.
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Arnold Schlorch war der Sohn des Getreidehändlers Gerson Schlorch u. seiner Frau Karoline, geb. Silbermann, aus Walsdorf und kam in Obbach zur Welt. Als Arnold 18 Jahre alt war starb sein Vater. Er erlernte das Bäckerhandwerk in Schweinfurt und soll um 1900 ein Geschäft in Obbach eröffnet haben. Gemeinsam mit seinem Bruder Emil betrieb er die Bäckerei mit Getreide- und Mehlhandel, wobei Arnold der Bäcker war. Mit Pferd und Wagen lieferten sie Brot in die umliegenden Dörfer. Sie hatten auch landwirtschaftlichen Besitz. Seine Frau Rosa heiratete er im Jahre 1912. Die Tochter Lilly wurde im Juni geboren, Sohn Gerhard im April 1914 und Tochter Ruth im Dezember 1915. Um 1924 war Arnold Schlorch Vorsteher der Kultusgemeinde. Aufgrund der damaligen Gesetze musste das Geschäft zum 31. Dezember 1938 abgemeldet werden bzw. wurde zwangsweise abgemeldet. Schon im Mai 1939 waren er und seine Frau nicht mehr in ihrem Haus, sondern bei seinem Bruder Emil und Schwägerin Sophia Schlorch wohnhaft. Arnold und seine Frau Rosa Schlorch kamen mit Bruder und Schwägerin am 22. April 1942 nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz’schen Garten wurden ihnen zwei Ess- und zwei Kaffeelöffel, ein Messer und eine Gabel abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten von dort aus fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden letztlich in einem Lager im Raum Lublin ermordet. Nach der Deportation wurde das Deutsche Reich, vertreten durch das Finanzamt Schweinfurt, Besitzer des Anwesens. Tochter Lilly Schlorch zog am 8. Februar 1939 nach Gailingen/Baden und wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Später kam sie in das Sammellager Drancy und am 10. August 1942 nach Auschwitz. Zum 31. Dezember 1945 wurde sie für tot erklärt. Sohn Gerhard konnte im Jahre 1937 in die USA emigrieren. Tochter Ruth war in München wohnhaft und ihr gelang ebenfalls die Flucht in die USA. Sie trug später den Nachnamen Steinacker und beide Geschwister lebten in New York.