Rosa Fränkel geb. Schloß (1884 - 1942)

Rosa Fränkel geb. Schloß wurde am 22.08.1884 in Sugenheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Sugenheim, Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Rosa Fränkel war die Tochter von Gabriel Schloß und seiner Frau Pauline, geb. Treuchtlinger, in Sugenheim. Rosa heiratete ihren Mann David (geb. 1876) im Jahre 1908 und die Kinder Elise (geb. 1910) und Beate (geb. 1914) wurden hier geboren. Die Familie Fränkel war schon seit Generationen in Obbach beheimatet und übte den Metzgerberuf aus. Die Familie lebte in der Doppelhaushälfte 31 1/2. Das Haus wurde 1975 eingerissen und gehörte zum Schlossgelände. Rosas Mann betrieb die Metzgerei mit Viehhandel und hatte auch landwirtschaftlichen Besitz. Schon im Juni 1926 verstarb er im Krankenhaus in Würzburg. Vermutlich führte der ledige Schwager Hermann das Geschäft weiter, der mit in der Familie lebte. Am 22. April 1942 kam Rosa Fränkel mit ihrem Schwager Hermann nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz'schen Garten wurden ihnen 2 Esslöffel, 2 Gabeln, 2 Messer, 1 Kaffeelöffel und 1 Anhänger abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Rosa Fränkels Tochter Tochter Beate konnte am 1. Okt. 1939 nach New York emigrieren. Das Schicksal der Tochter Elise ist ungeklärt. Zeitzeugen berichten, sie sei 'evakuiert', das hieße ermordet worden. Weitere Quellen/Auskunfteien: Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876 u. 18877; Kataster Obbach; Gemeindearchiv Euerbach; Standesamt Obbach, jetzt Euerbach; Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan. 1969); Auskunft Wilhelm Fredrich (8.4.2011).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.