Leo Kronthal wurde am 01.11.1892 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Leo Kronthal war der Sohn des Handelsmanns Samuel Kronthal und seiner Frau Jette, geb. Hanauer, die aus Wiesenfeld stammte. Leos Onkel Lion war Sattler und verkaufte auch Schnittwaren. Er war im Ort als Schächter bekannt. Am 11. November 1938 erlitt er einen Schlaganfall und starb im Januar 1939 im Israelitischen Krankenhaus in Würzburg. Durch Erbfolge erhielt seine Schwester Jenny im Juni 1938 das Haus der Eltern überschrieben. Dort lebten später beide mit ihrem Cousin Ferdinand Kronthal. Am 20. Dezember 1938 bat Leo die Gestapo, seinen Verwandten Ferdinand Kronthal, da er Frontkämpfer mit Auszeichnung sei, aus dem KZ Dachau zu entlassen. Am 22. April 1942 kam Leo Kronthal zusammen mit seiner Schwester Jenny und seinem Cousin Ferdinand nach Würzburg in den Platz'schen Garten. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten von dort fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden später in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Weitere Quellen/Auskunfteien: Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876; jüdisches Standesregister Obbach; Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan. 1969); Auskunft von Wilhelm Fredrich 11.04.2011; Auskunft von Werner Bienmüller, 15.04.2011.