Betty Silbermann geb. Schmidt wurde am 10.01.1883 in Aschenhausen geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschenhausen, Oberelsbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Betty (Betti) Silbermann geb. Schmidt (fälschlich auch Schmitt) war die Tochter des Viehhändlers Abraham Schmidt und seiner Frau Hannchen (Baum) aus Aschenhausen. [1023] Ihr Ehemann Samuel Silbermann war seit 1898 selbständiger Metzger und Viehhändler, zuletzt seit 1937 nur noch Landwirt in Oberelsbach. Beim Pogrom, zwischen 3 und 3.30 Uhr früh am Morgen des 10. November 1938, wurden Türen und Fenster eingeschlagen, das Telefon zerstört, die Herdplatte zusammengeschlagen und weitere Beschädigungen durchgeführt. Die Täter kamen aus Ostheim v. d. Rhön und die Häuser der jüdischen Bewohner wurden von zwei ortsansässigen Bürgern gezeigt. Samuel Silbermann kam zusammen mit Max Silbermann, Moritz Kahnlein und dessen Sohn Albert am gleichen Tag in Schutzhaft. Währenddessen waren Samuel und seine Frau gezwungen, ihr Wohnhaus zu verkaufen. Alle noch im Ort lebenden jüdischen Bürger mussten nach und nach zu ihnen ins Haus ziehen. Am 24. Juni 1941 verstarb ihr Mann Samuel Silbermann im Krankenhaus von Bad Neustadt. Betty Silbermann und die anderen drei Oberelsbacher wurden nach Würzburg gebracht. Ein PKW der Firma Lesch aus Bad Neustadt holte sie am 22. April 1942 ab und der Zug brachte die Oberelsbacher mit den 59 Juden aus dem damaligen Landkreis Bad Neustadt nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz’schen Garten wurden ihr vier Eß-, vier Kaffeelöffel und ein Briefmarkenalbum abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasniczyn deportiert und in der Folgezeit im Raum Lublin ermordet. Quelle: -Zuschrift Elisabeth Böhrer, 06.03.2020.