Jakob Schwarz wurde am 09.06.1881 in Egenhausen(Obernzenn) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Krasniczyn, Raum Lublin, Egenhausen, Westheim bei Haßfurt, USA. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schwarz Selma geb. Pulver, die Ehe wurde am 19.11.1922 geschlossen.
Sein Kind war Schwarz Martha (26.01.1924–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Jakob Schwarz war der Sohn des Kaufmannes Joseph Schwarz und seiner Frau Mina, geb. Stark Er besuchte die Volksschule in Egenhausen. Mit 14 Jahren wanderte er in die USA aus. Dort erlernte er das Bäckerhandwerk und erwarb auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1904 kehrte er nach Deutschland zurück und lebte in Westheim. Nach der Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg heiratete er am 19.11.1922 Selma Pulfer und übernahm die Landwirtschaft seiner Schwiegereltern. Jakob Schwarz galt als seelisch labil und ausgeprägter Choleriker, wahrscheinlich litt er an einer Epilepsie. Weil er von Kindern verspottet wurde, ging er mit einer Peitsche auf diese los. Dafür wurde er am 1.10.1938 verhaftet und für 8 Tage im Amtsgericht Hassfurt inhaftiert, schließlich wg. groben Unfugs zu 22 Reichsmark Strafe verurteilt. Im Novemberpogrom 1938 wurde er erneut verhaftet und saß einige Zeit im KZ Dachau ein. Danach stand Jakob Schwarz auf einer Warteliste für die Ausreise in die USA. Diese gelang ihm jedoch nicht mehr. Am 25. April 1942 wurde er geimeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter nach Krasniczyn in Polen deportiert und im Raum Lublin wohl bis Herbst 1942 ermordet. Quelle: Privatarchiv Cordula Kappner, Zeil a.M., Staatsarchiv Würzburg.