Pauline Künstler wurde am 14.10.1870 in Prichsenstadt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Prichsenstadt, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Künstler Isaak (um 1830–1899) und Künstler Bertha geb. Fleischmann (um 1835).
Sie starb am 14.03.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Pauline (Paulina) Künstler wuchs mit ihren älteren Geschwistern Sophie (*1860), Wolf (*1863) und Marianne (*1866) in der Metzgerfamilie Isaak und Bertha Künstler (Fleischmann) in Prichsenstadt, Kreis Kitzingen, auf. Sie lebte später mit ihrer Schwester Sophie im eigenen Wohnhaus Karlsplatz 9 gegenüber ihrem Elternhaus, das sie nach dem Tod ihrer Schwester 1929 allein bewohnte. Die Schwestern mussten von den bescheidenen Erträgen ihrer kleinen Landwirtschaft leben. NS-Zeit: Pauline Künstler musste anscheinend 1937 zur Existenzsicherung ihr Haus verkaufen. Im Frühjahr 1942 lebten noch zehn jüd. Personen in einem "Judenhaus" in Prichsenstadt. Sieben von ihnen wurden im April über Würzburg nach Krasniczyn bei Lublin deportiert. Die letzten drei Juden der Stadt - Pauline Künstler und das Ehepaar Bernhard und Bertha Frank - wurden am 23. September 1942 über Schweinfurt und Würzburg nach Theresienstadt deportiert. Pauline Künstler kam im März 1943 mit 72 Jahren im Lager ums Leben, fünf Wochen nach ihrer von Nürnberg verschleppten Schwester Marianne Marie. [1027].