Willy Reich (1922 - 1945)

Willy Reich wurde am 12.09.1922 in Prichsenstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Prichsenstadt, München, Karlsruhe, Neuendorf, Berlin, KZ Auschwitz, KZ Dachau, KZ Mühldorf. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er starb am 25.02.1945 in KZ-Außenkommando Mühldorf.

Weitere Angaben aus den Quellen: Willy (Willi) Reich wurde 1922 in Prichsenstadt geboren. Er wuchs mit seiner älteren Schwester Käthe in der Viehhändler- und Landwirtsfamilie Max und Grete Reich (Schönwalter) auf. Willy besuchte die siebenjährige Volksschule in Prichsenstadt, dann 1936/37 die Isr. Volksschule in Kitzingen, die ein freiwilliges achtes Schuljahr anbot. Im August 1937 begann er eine Ausbildung als Schlosser in den Isr. Lehrwerkstätten in München, die er ab Dezember 1938 in Karlsruhe fortsetzte, wo bald auch seine verwitwete Mutter lebte. Seine Auswanderungspläne (England, USA) zerschlugen sich. 1939/40 wechselte Willy an das jüd. "Landwerk Neuendorf" bei Berlin zur Hachschara nach Palästina. Im April 1943 wurde er mit den letzten Bewohnern des späteren Zwangsarbeitslagers über Berlin nach Auschwitz deportiert; 1945 über mehrere Stationen nach Deutschland transportiert. Er kam im Februar 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, im Außenlager Mühldorf beim oberbayerischen Ampfing ums Leben. [1003] Seine Mutter Grete Reich war schon im Oktober 1940 von Karlsruhe nach Gurs deportiert worden. Willys Schwester Käthe (Gutman) konnte nach London, dann New York emigrieren. Gedenken: Käthe Gutman widmete ihrem Bruder 1999 eine wikien(Page of Testimony) für die Gedenkstätte Yad Vashem. [1005] In Prichsenstadt wurden im März 2020 Stolpersteine für die Familie Reich verlegt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.