Adolf Löwenthal (1891 - 1944)

Adolf Löwenthal wurde am 18.08.1891 in Hösbach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hösbach, Aschaffenburg, Ghetto Theresienstadt, Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Löwenthal Lazarus (13.11.1863) und Löwenthal Fanny geb. Appel (14.06.1867).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Löwenthal Sofie geb. Selig, die Ehe wurde am 25.08.1919 in Zeilitzheim geschlossen.

Seine Kinder waren Greenbaum Helga, Helga B geb. Löwenthal (08.07.1920–09.07.2005) und Löwenthal Lothar (23.10.1924).

Er starb am 18.06.1944 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Adolf war der älteste Sohn von insgesamt sechs Kindern des Ehepaares Lazarus und Fanny Löwenthal in Hösbach. Nach der Volksschule in Hösbach besuchte er die Realschule in Aschaffenburg und trat dann in das elterliche Viehhandelsgeschäft ein. [Heeg-Engelhart: Von Hösbach...] Adolf Löwenthal nahm von 1917 bis zum 14. April 1918 als Infanterist in der 7. Kompanie des 22. Bayerischen Infanterie-Regiments an verschiedenen Schlachten und Stellungskämpfen am 1. Weltkrieg teil. Am 14. April 1918 wurde er verwundet und erhielt am 26. April 1935 durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. [1046] Seine jüngeren Brüder Julius und Hermann dienten in den nachfolgenden Jahren ebenfalls als Soldaten in der deutschen Armee. Er heiratete Sophie Selig aus Zeilitzheim. Aus der Ehe gingen die Kinder Helga und Lothar hervor. [1052] [1055] In der Pogromnacht wurde Adolf Löwenthal in >Schutzhaft< genommen. Am 28. November 1939 wurde er krank und als >nicht lagerfähig< entlassen. [Heeg-Engelhart: Von Hösbach...] Ab 1. Januar 1939 musste er den Zwangsnamen `Israel` annehmen. [1100] Adolf und seine Ehefrau wurden am 24. September 1942 über Würzburg in das Ghetto Theresienstadt deportiert, [1061] wo er am 18. Juni 1944 starb. [1003] Seine Ehefrau Sofie wurde am 23. Oktober 1944 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert und überlebte die Shoa nicht. Für ihn wurden drei Gedächtnisseiten (pages of testimony) in Yad Vashem hinterlegt: Eine von seiner Schwester Meta Worms im Jahre 1977, eine von seiner Tochter Helga Greenbaum im Jahre 1986 und eine von seiner Nichte Elichua Munk im Jahre 2014. [1005].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.