Hersch Kogon (1878)

Hersch Kogon wurde am 21.12.1878 in Zlatopil geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Slatopol, Wien, Hamburg, Frankfurt am Main, Aschaffenburg, Bad Kissingen, Ghetto Litzmannstadt, Vernichtungslager Kulmhof. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Kogon Abraham und Kogon Sonja.

Er verstarb in Kulmhof.

Weitere Angaben aus den Quellen: Geboren in der damals zu Russland gehörenden Kleintadt Slatopol als Sohn des Kaufmanns Abraham Kogon und seiner Ehefrau Sonja [1046]. War Kaufmann in den Städten Wien, Hamburg und Frankfurt am Main [1046]. Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs unterlag er als russischer Staatsbürger dem Aufenthaltsverbot für feindliche Ausländer, sein Umzug nach Aschaffenburg im November 1914 könnte daher seitens der Behörden erzwungen worden sein [1046].Durch den Stadtmagistrat Aschaffenburg im Juli 1915 Ausstellung einer sogenannten Unverdächtigkeits-Bescheinigung [1046], von ihm gewünschte Übersiedlung nach Nürnberg wurde von dort im Dezember 1915 abgelehnt; Gründe: "zu viele einheimische stellungslose Kaufleute, aufgrund der dauernd größer werdende Anzahl dahier wohnender Ausländer mit sonst zu überwachenden Personen kann diesseits keine Gewähr mehr für die Überwachung dieser Personen übernommen werden" [1046]. Ende 1918 Umzug nach Frankfurt am Main [1046][1078], von dort aus im Oktober 1941 Deportation in das Ghetto Litzmannstadt, im Mai 1942 Weitertransport und Ermordung im Vernichtungslager Kulmhof [1003][1064].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.