Siegfried Rosenbaum (1892 - 1942)

Siegfried Rosenbaum wurde am 05.06.1892 in Schonungen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schonungen, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Siegfried Rosenbaum war der Sohn von Samuel Rosenbaum und seiner Frau Rosa, geb. Jüngster. Er hatte drei Geschwister: Der ältere Bruder Simon Jacob Rosenbaum (1890) fiel 1915 im Ersten Weltkrieg in Frankreich. Die beiden jüngeren Geschwister Kätchen (1893) und Adolf (1894) wurden jeweils nur wenige Tage alt. Nach der militärischen Grundausbildung diente Siegfried Rosenbaum von 1915 bis 1918 in einem Infanteriebataillon und erlebte die großen Schlachten an der Westfront mit. Im August 1920 heiratete er Frieda Braun, 1926 kam sein Sohn Kurt zur Welt. Obwohl gelernter Lagerist, arbeitete Siegfried Rosenbaum vor allem als Fellhändler. Wie eine Zeitzeugin berichtet, verkaufte er aber auch Butter und andere landwirtschaftliche Produkte. NS-Zeit: Den Novemberpogrom überstanden Siegfried, Frieda und Kurt Rosenbaum unbeschadet. Dies hatten sie einer Familie zu danken, die in ihrem Wohnhaus über ihnen wohnte. Dadurch konnte auch die Demolierung ihrer Wohnung verhindert werden und ihr umfangreiches Porzellangeschirr ging nicht zu Bruch. Vor der Deportation brachte es Siegfried Rosenbaum zu der befreundeten Familie Hussy zur Aufbewahrung, die es vor kurzem an die Nachfahren zurückgab. Denn Kurt Rosenbaum gelang die Emigration mit einem Kindertransport. Er verließ mit knapp 13 Jahren am 14. März 1939 Schonungen Richtung Berchem-Antwerpen in Belgien und konnte über Frankreich, Spanien und Portugal in die USA ausreisen, wo er später eine Familie gründete. Siegfrieds Frau Frieda Rosenbaum starb im August 1941 in Würzburg. Er selbst wurde am 22. April 1942 nach Würzburg in das Sammellokal im Platz'schen Garten gebracht, wo man ihm seine letzten Wertsachen abnahm. Drei Tage später wurde er nach Krasniczyn deportiert und dort noch 1942 im Raum Lublin ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.