Simon Strauss wurde am 11.06.1868 in Aschaffenburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Damm, Gunzenhausen. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Strauss David (01.03.1841–08.03.1915) und Strauss Esther geb. Strauß (15.05.1837–11.06.1890).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Strauß Sofie geb. Weil, die Ehe wurde am 25.04.1906 in Gunzenhausen geschlossen.
Sein Kind war Strauss Julius (24.01.1907).
Er starb am 15.07.1934 in Gunzenhausen.
Weitere Angaben aus den Quellen: Geboren in Damm, Sohn der Metzgerseheleute David und Esther Strauß. [1137] Wohnte später mit seiner Ehefrau Sophie als Gastwirt und Metzger in Gunzenhausen, 1907 Geburt des Sohnes Julius. Nachfolgender Text ist der Beschreibung von Gunzenhausen in Wikipedia unter dem Absatz "Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs" entnommen: "Im März 1934 schlugen SA-Männer einen jüdischen Bürger krankenhausreif, der sich beim Bürgermeister Münch über Angriffe der SA auf Leben und Gut beschwert hatte. Am sogenannten Palmsonntag, dem 25. März 1934 hatte der 22-jährige SA-Obersturmführer Kurt Bähr, der Neffe des SA-Sturmbannführers und SA Chefs von Gunzenhausen Karl Bähr, morgens Streit mit dem Inhaber des Bekleidungsgeschäftes Sigmund Rosenfelder gesucht, so dass dieser Schlimmeres befürchtete. Spätnachmittag überfiel Kurt Bähr mit seinen SA-Männern den Gasthof von Simon Strauß. Zuerst prügelten sie den deutschnationalen Gundelsheimer Bürgermeister Leopold Baumgärtner aus dem Gasthof von Simon Strauß, weil „er sein Bier beim Juden trank“. Danach griffen sie den Gastwirt Simon Strauß und seinen Sohn an und verletzten dabei den Sohn schwer. Darauf hielt Bär vor dem Gasthof eine judenfeindliche Hetzrede. Dort hatten sich eine schaulustige Menge und 15–20 SA-Männer und Arbeitsdienstangehörige versammelt. Als erstes wurde vor den Zuschauern die Gastwirtfamilie „zum Schutz“ ins Stadtgefängnis gebracht. Der bewusstlose Sohn Julius Strauß wurde von den ihn tragenden SA-Männern mehrfach fallengelassen und mit den Füßen getreten. Die um ihren Sohn besorgte Mutter Strauß erhielt von Kurt Bär einige Ohrfeigen. Das begrüßte die mittlerweile zusammengelaufene größere Volksmenge mit Zurufen wie „schlagt drauf“. In größeren und kleineren Trupps von meist 50 bis zu mehreren hundert Personen zog die Menge, angeführt von Kurt Bär und seinen Leuten, bis 23 Uhr durch die Altstadt vor die jüdischen Anwesen. Unter Rufen wie „Juden müssen raus“ wurden Haus- und Wohnungseingangstüren gewaltsam geöffnet und 29 jüdische Männer und 6 Frauen unter Misshandlungen teils im Nachthemd ins Gefängnis begleitet und dort in „Schutzhaft genommen“. Die Täter waren SA-Männer, Bürger und Polizisten sowie der erste Bürgermeister Münch. Die Zahl der an den Gewalttaten Beteiligten wird mit 750 bis 1500 Personen angegeben. Diese Vorgänge ereigneten sich auf einigen wenigen Straßen im Zentrum. Durch die Gewaltakte kamen zwei Männer ums Leben. Gegen 23 Uhr kam der heimliche Organisator des Pogrom, Obersturmbannführer Karl Bär, zum Gefängnis. Er ließ die Frauen frei und behielt die Männer bis zum nächsten Abend in Haft. Über die Übergriffe wurde weltweit in der Presse berichtet: New York Times, Manchester Guardian und das Neue Wiener Journal. Das veranlasste die Nazis dazu, ein Gerichtsverfahren in Ansbach zu eröffnen. Die Richter sprachen in den folgenden zwei Prozessen von dem Pogrom als einem „reinigenden Gewitter“. Die zwei zu Tode gekommenen jüdischen Bewohner waren einmal der 65-jährige Privatier Max Rosenau. Dieser hatte sich aus Angst vor dem in sein Haus einbrechendem Mob selbst Stichwunden beigebracht, die zu seinem Tod führten. Und zum andern der 30-jährige Kaufmann Jakob Rosenfelder, ein Sozialdemokrat, der erhängt in einem Schuppen gefunden wurde. Der Prozess gegen 24 SA-Mitglieder, die an dem Vorfall beteiligt waren, war eine rechtsstaatliche Farce. Die Mehrheit der SA-Leute wurde zu niedrigen Gefängnisstrafen verurteilt. Sie blieben aber auf freiem Fuß. Wenige Wochen später erschoss einer der Rädelsführer, der 22-jährige Obersturmführer Kurt Bär, Julius Strauß und verletzte den Vater schwer. Beide hatten vor dem Landgericht Ansbach gegen ihn ausgesagt. Bär wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, jedoch bereits nach drei Jahren freigelassen." Entgegen den vorgenannten Angaben wurde vermutlich Simon Strauß ermordet, da sein Sohn und seine Ehefrau in die USA emigrieren konnten .[1019].