Löser Fleischhacker wurde am ca. 1747 geboren und lebte in Laudenbach bei Karlstadt.
Er war in 2. Ehe verheiratet mit Fleischhacker Madel geb. Kahn, die Ehe wurde am 1813 in Laudenbach (Karlstadt) geschlossen.
Sein Kind war Fleischhacker Zörla (17.6.1814).
Er starb am 13.5.1837 in Laudenbach bei Karlstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Löser Abraham ist ursprünglich Schutzjude der Grafen von Sickingen und beantragt im Jahr 1787 in Laudenbach einen Schutzbrief des Juliusspitals. Die juliusspitälischen Laudenbacher Juden wenden sich jedoch gegen eine Ansässigmachung des 40-jährigen, da er angeblich einen schlechten Ruf habe. Er sei aus dem sickingischen Schutz verjagt worden und habe bereits im Zuchthaus gesessen. Die juliusspitälischen Behörden mögen dafür sorgen, dass die bereits erfolgte Zusage für Löser Abraham wieder zurückgenommen werde. Eine Entscheidung der Behörden in dieser Angelegenheit ist nicht bekannt, es ist auch nicht zu ersehen, wann Löser Abraham seinen Schutzbrief bekam. Er wird erstmals anlässlich der Hochzeit mit seiner zweiten Frau Madel Kahn aus Oberlauringen im Jahr 1813 im Ort genannt. Löser ist Schächter und bei seiner zweiten Heirat bereits 66 Jahre alt. Seine Tochter Zörla wird 1814 in Laudenbach geboren. In den Matrikeln von 1817 taucht die Familie Löser Abraham unter reichsunmittelbarem Schutz auf. Löser will sich den Namen „Homburger“ zulegen, diese Wahl wird von den Behörden jedoch abgelehnt. Sein neuer Familiennahme ist „Fleischhacker“. Noch im Jahr 1836 wird der nun 89-jährige in den Gemeindelisten als Schlachter und Witwer geführt. Löser stirbt am 13. Mai 1837 in Laudenbach mit 90 Jahren. (StAW: Jüdisches Standesregister Laudenbach 67) (StAW Reg Ufr 8432) (Archiv Juliusspital 16392) (StAW Landgericht Karlstadt 16) (StAW Landgericht Karlstadt 15).